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Montag, 4. Februar 2019

[Hörbuch-Rezension] Iron Flowers: Die Kriegerinnen - Tracy Banghart

 
Inhalt:
Nachdem Asa den König getötet und den Thron an sich gerissen hat, sind die Schwestern Nomi und Serina nun gleichermaßen Gefangene auf der Gefängnisinsel. Doch die Frauen erheben sich um die alten Traditionen und somit die Unterdrückung der Frauen zu stürzen, denn sie sind es leid, bevormundet und ausgenutzt zu werden als wären sie Menschen zweiter Klasse. Gemeinsam mit dem rechtmäßigen Thronfolger Malachi schmieden die Schwestern einen Plan. Sie möchten alles in ihrer Macht stehende tun, um Asa zu töten und ein besseres Leben für alle Frauen zu erschaffen.
 
Meine Meinung:
Der erste Teil der Dilogie hatte so viel Potenzial, das meiner Meinung nach nicht ausgeschöpft wurde. Die Ausgangssituation, das Frauen unterdrückt werden und sich erheben findet sich auch im zweiten Teil wieder. Leider hat auch dieser wieder Potenzial verschenkt und konnte mich nicht mitreißen.
Serina und Nomi behalten abwechselnd ihre Perspektiven und werden von zwei verschiedenen Sprecherinnen gesprochen, was ich gut fand. So kann man die Kapitel auseinanderhalten, zumindest wenn man aufpasst. Mir ist es einmal als ich unaufmerksam war passiert, dass ich nicht mehr wusste, welche Schwester gerade spricht, da sich die Sprecherinnen ähnlich anhören, wenn man nicht darauf achtet.
Anfangs werden die Ereignisse aus dem ersten Teil nochmal kurz aufgefasst, sodass sie einem frisch ins Gedächtnis gerufen werden, falls das Lesen schon länger zurückliegt.
Obwohl immer wieder Morde geschehen oder die Frauen in schwere Situationen geraten, hat es die Autorin nicht geschafft, die Emotionen zu transportieren, die man dabei erwarten würde. Egal, welcher Nebencharakter gestorben ist, ich habe den Verlust nicht gefühlt, so grausam es auch klingt, da ich keine Bindung zu diesen Charakteren aufbauen konnte.
Die Handlung hat mich auch nicht wirklich von den Beinen gerissen, denn ich habe, wie auch beim ersten Teil, ein gewisses Etwas vermisst, den nötigen Pfiff, damit es mich mitreißen konnte. Dies war erst annähernd bei der letzten von vier CDs so, was ich sehr schade finde, denn man hätte aus der Idee mehr herausholen können.
 
Fazit:
Das Hörbuch wurde gut umgesetzt, die Geschichte blieb für mich jedoch nur mittelmäßig.
 
 

Montag, 19. November 2018

10 Jahre Lovelybooks Leserpreis!

Bei Lovelybooks kann man jedes Jahr seine Lieblingsbücher in verschiedenen Kategorien nominieren und wählen und auch dieses Jahr ist es wieder soweit: Der Leserpreis 2018 steht an!
Die Nominierungsphase ist vorbei und nun könnt ihr aus den meist nominierten Büchern eure Lieblinge wählen!

Hier gelangt ihr sofort zur Abstimmung:
https://www.lovelybooks.de/leserpreis/2018/abstimmungen/

Auch ich habe in jeder Kategorie abgestimmt, aber um euch nicht zu langweilen, nenne ich euch meine Jahreshighlights insgesamt:

Die Stille meiner Worte von Ava Reed:
Einfühlsam, zart und wunderschön. Ava Reed konnte mich mit diesem gelungenen Jugendbuch voll und ganz überzeugen. Schon seit Erscheinen eines meiner Jahres-Highlights 2018!





Wie die Erde um die Sonne von Brittainy C. Cherry:
Das beste Buch der Autorin für das ich eine klare Leseempfehlung aussprechen kann. Wunderbar emotional und schön geschrieben!




Die kleinen Wunder von Mayfair von Robert Dinsdale:
Auch wenn mich die Geschichte selbst nicht vollkommen überzeugen konnte, da ich etwas anderes erwartet habe, habe ich das Buch in der Kategorie "Bestes Cover" gewählt. Es ist einfach wunderschön.


Zu allen drei erwähnten Büchern findet ihr die jeweilige Rezension auf  meinem Blog.

Viel Spaß beim Abstimmen eurer Favoriten!


Montag, 29. Mai 2017

[Hörbuch-Rezension] Ich und die Menschen-Matt Haig

Inhalt:
Der Mathematikprofessor Andrew Martin stirbt eines Tages. Was aber niemand weiß, denn ein Alien mit überlegener Intelligenz und von einem Planeten weit außerhalb der menschlichen Vorstellung hat Besitz von seinem Körper ergriffen. Es hat eine Mission, die es erfüllen soll und dabei ist es den Menschen nicht positiv gegenübergestellt. Es weiß, dass Menschen egoistisch, aber auch gewalttätig sind und möchte so schnell wie möglich diesen grausamen Planeten verlassen. Doch je länger es auf der Erde wohnt, desto mehr Positives fällt ihm auf. Sind die Menschen wirklich so schlecht?
 
Meine Meinung:
Zum ersten ist Christoph Maria Herbst die perfekte Besetzung als Sprecher für dieses Hörbuch. Er bringt die Stimme eines Aliens in einem Menschenkörper authentisch herüber, auch wenn es natürlich keine Vergleiche gibt, die der Hörer anstellen könnte ;) . Allein durch seine Betonung der Wörter erlebt man die Entwicklung des Aliens: Anfangs ist die Stimme noch starr und gefühlslos, mit Fortdauer der Story wird sie immer emotionaler. Die Geschichte dieses Buches ist außergewöhnlich und mutet deswegen auch des Öfteren witzig an. So beginnt sie damit, dass der vermeintliche Professor Andrew Martin nackt vor dem Corpus Christi College in Cambridge aufgegriffen wird. Aber woher sollte ein Alien auch wissen, dass Kleidung den Menschen so wichtig ist? Es kommt zu Missverständnissen, ironischen Situationen und skurrilen Gesprächen während sich das Alien noch an seine menschliche Rolle anpasst. Je mehr man Andrew Martins Vergangenheit kennenlernt, desto lieber mag man die außerirdische Lebensform, die von ihm Besitz ergriffen hat und desto mehr hofft man auf ein gutes Ende für diese. Was mir aber sehr gut gefallen hat ist, dass das Ende innerhalb dieser Geschichte trotz allen Gefühlen realistisch bleibt.
 
Fazit:
Außergewöhnlich, intelligent und tiefgründig. Eine absolute Hörempfehlung!
 
 

Mittwoch, 24. Mai 2017

[Hörbuch-Rezension] More letters of Note: Briefe für die Ewigkeit

Inhalt:
Liebesbriefe, Bewerbungsschreiben oder Antwortbriefe auf skurrile Begebenheiten. In diesem Hörbuch antwortet Marge Simpson auf Kritik der früheren First Lady Barbara Bush oder Che Guevara hinterlässt einen Brief an seine Kinder. Momentaufnahmen der Geschichte und erstaunlicher Persönlichkeiten wurden übersetzt und eingesprochen.
 
 
 
Meine Meinung:
Briefe und Notizen sind persönlich und geben somit gute Einblicke in die Gedanken des Verfassers. Nicht alle Persönlichkeiten, auf die die Briefe in diesem Hörbuch zurückgehen, haben mich von Anfang an interessiert und manche wollte ich schon bei der Ankündigung auf dem Cover unbedingt lesen. Ich wurde allerdings im Positiven wie negativen überrascht, denn einige Briefe haben mich trotz anfänglichem Desinteresse an der dahinter stehenden Person sehr gut unterhalten und zum Lachen gebracht. Andere wiederum fand ich so langweilig, dass ich mich zwingen musste, sie zu Ende zu hören. Insgesamt bin ich mit meiner Meinung zu den ausgewählten Schriftstücken mittig angelangt, da sich negative wie positive Hörerfahrungen ausgleichen.
Das liegt keinesfalls an den Sprechern, denn für jeden Brief, wurde ein anderer Sprecher ausgewählt und nie kam er oder sie mir unpassend dafür vor. Das bringt Abwechslung ins Hörerlebnis und bei manchen Sprechern, beispielsweise Atze Schröder, der Brian Doyles standardisiertes Ablehnungsschreiben liest, passt die Auswahl so gut, dass allein das schon den Hörgenuss steigert.
Trotzdem ist More Letters of Note kein Hörbuch, dass ich im Ganzen mehrfach hören würde, einige Titel darauf aber gerne immer wieder.
 
Fazit:
Für Zwischendurch ganz nett, mehr aber auch nicht.
 

Samstag, 22. April 2017

[Hörbuch-Rezension] Siren-Kiera Cass

Inhalt:
Als Kahlen bei einem Schiffsunglück als Einzige überlebt, während ihre Familie ertrinkt, schwört sie der See ihre Treue. Sie muss ihr 100 Jahre als Sirene dienen, ist dabei unsterblich und altert nicht. Der Preis für ihr Leben ist jedoch grausam: Sie muss singen, wenn die See es von ihr verlangt und schweigen, wenn sie unter Menschen ist, denn jeder Mensch, der ihre Stimme hört muss sterben. Sie lebt überwiegend stumm, doch eines Tages begegnet sie einem Jungen, der sie auch ohne Worte versteht und ihr Leben auf den Kopf stellt. Akinli scheint ihr Seelenverwandter zu sein und doch dürfen sie nicht zusammen sein.
 
Meine Meinung:
Ich habe die Selection- Reihe der Autorin verschlungen und wollte es nun mit Siren als Hörbuch probieren.
An die Sprecherin Inga Reuters musste ich mich anfangs erst gewöhnen, da ich ihre verstellten Stimmen bei den Nebencharakteren, wie Kahlens Sirenen-Schwestern etwas affektiert finde. Die Protagonistin wird aber jugendlich und angenehm von ihr gesprochen, sodass das kein Problem ist.
Das Thema des Jugendbuchs ist interessant, denn in dieser Form ist es eine neue Idee, die ich sonst noch nicht gelesen habe. In diesem Genre ist Kahlens Geschichte etwas Neues. Hierbei hat mir vor allem die See gefallen, die personifiziert dargestellt wurde. Sie hat Gefühle, Gedanken und redet zu den Mädchen. Sie kann sie trösten  und bestrafen und im Hörbuch wird das durch eine tiefere Stimme dargestellt. Inga Reuters spricht es ruhig, aber auch mit bedrohlichen Nuancen, sodass der Zwiespalt der See, einerseits Mutter der Sirenen, andererseits ihre Herrscherin klar hervortritt.
Die Handlung wird zwischendurch immer wieder etwas dünn, da nichts Wirkliches passiert, aber zumindest gab es bei mir bei dem Hörbuch keine Flaute dadurch, wer weiß, vielleicht hätte es beim gedruckten Buch anders ausgesehen. Durch die Kürze des Buches ist es für mich schwer nachzuvollziehen gewesen, warum zwischen Kahlen und Akinli starke Gefühle entstehen konnten, wo sie doch so wenig Zeit miteinander verbringen.
Meiner Meinung nach hätte die Liebesgeschichte mehr ausgebaut sein können, so ließ mich dieser Aspekt als Hörerin eher unbefriedigt zurück.
 
Fazit:
Als Hörbuch ganz nett, tolle Idee aber leider fehlt das gewisse Etwas um das Potenzial voll ausschöpfen zu können.

Dienstag, 11. April 2017

[Hörbuch-Rezension] Drei Meter unter Null von Marina Heib

 
Inhalt:
Ein Leben lang hat sie sich zurückgehalten und versucht ein normales Leben vorzutäuschen, doch eines Tages wird sie zur Mörderin. Sie ist eine Wölfin, die andere Wölfe umbringt und nicht mal Mitleid empfindet. Sie wird erst aufhören, wenn alle tot sind, die ihr den Versuch auf ein Leben genommen haben. Sie beobachtet und plant, verkleidet und nähert sich ihren Opfern nur mit einem Ziel: Um zu töten.

Meine Meinung:
Anna Thalbach spricht hier die sehr spannende Rolle der Protagonistin, aus deren Sicht die Ereignisse geschildert werden. Diese Stimme passt wie die Faust aufs Auge, denn Thalbach kann die Atmosphäre des Buches perfekt durch ihre Betonungen aufbauen. Sie ist mal schneller, mal langsamer, mal flüstert sie, um dann wieder entsetzt zu rufen. Dadurch wird der Thriller zu einem Hörgenuss, den man nebenbei aber auch gerne mit voller Aufmerksamkeit hören kann.
Die Protagonistin selbst gibt Grund für Vermutungen während des Lesens, denn es gibt viele Rückblenden, die ihre Kindheit beleuchten. Es gibt gute und schlechte Ereignisse, aber man fragt sich, was genau geschehen ist, dass in ihr die Lust zu Töten geweckt hat. Auch an diesen Rückblenden merkt man, dass die Protagonistin schon immer leicht eigenartig und auch eigenwillig war, wobei sich die Erinnerungen aus der Kindheit und die "mörderische Gegenwart" ausgewogen abwechseln. Die Spannung wird dadurch aufrecht erhalten. Die Ich-Perspektive tut ihr Übriges um die Gefühlswelt der Protagonistin auszudrücken und der Hörer erlebt hautnah mit, wie sie zur Mörderin wird.
Als Buch hätte ich wohl an manchen Stellen eine Leseflaute gehabt, aber als ungekürztes Hörbuch hat sich keine Langeweile eingestellt.
 
Fazit:
Hier wurde die perfekte Sprecherin ausgesucht, sodass die Umsetzung packend gelungen ist.

Montag, 6. März 2017

[Hörbuchrezension] Glückssterne von Claudia Winter

Inhalt:
In Josefines Lebensplan steht nach der Karriere als Anwältin nun der nächste Punkt an: Die Heirat. Doch kurz vor ihrer Hochzeit mit dem Anwaltskollegen Justus, brennt ihre Cousine mit ihrem neuen Freund nach Schottland durch und nimmt dabei den Familienring mit, der seit Generationen in der Familie ist. Der Aberglaube dazu, dass ohne diesen Ring bei der Trauung das Glück des Ehepaares versagt bleibt und die Weigerung ihrer Großmutter ohne ihn der Heirat zuzustimmen, bringen Josefine dazu, ihrer Cousine nachzureisen. In Schottland gerät sie von einem Problem zum nächsten, doch Gott sei Dank ist der gutaussehende Konditor Aiden immer zur Stelle.

Meine Meinung:
Julia Schwarz liest diese Geschichte und ihre Stimme wurde wirklich perfekt dafür ausgesucht. Sie kann die einzelnen Charaktere sehr gut herausarbeiten und es macht Spaß, ihr zuzuhören.
Die Geschichte an sich dreht sich um die Jagd der Protagonistin nach dem Familienring, sodass der Hörer mit ihr zusammen ihre Abenteuer und Missglücke mit verfolgen kann. Josefine ist als Protagonistin trotz, oder gerade wegen ihrer Fehler, sympathisch, auch wenn man als Hörer natürlich sehenden Auges ihre Fehlentscheidungen und Gefühle besser erkennt, als sie selbst. Sie ändert sich auf ihrer Reise durch Schottland Stück für Stück und während sie anfangs eine kühle Anwältin mit klaren Zielen im Leben ist, die sie niemals aufgeben würde, geht am Ende eine ganz andere Person aus der Sache hervor, die eingesehen hat, was im Leben wirklich zählt. Die weiteren Charaktere tragen zur Geschichte bei: Aiden ist ein wunderbarer Mensch und immer hilfsbereit zur Stelle, wenn Josi ihn benötigt. Josis Familie ist bunt zusammengewürfelt und vor allem ihre schrulligen Tanten sind für so manches Grinsen verantwortlich, das ich während des Hörens hatte. Sie peppen die Geschichte etwas auf.
Die Story baut zwar nie große Spannung auf, aber sie wird auch nie langweilig, sodass man das Hörbuch auch sehr gut neben einer anderen Tätigkeit wie Malen oder Bügeln hören kann.

Fazit:

Lässt sich sehr gut nebenbei hören. Keine neue aber trotzdem schöne Liebesgeschichte mit schottischem Flair und dem Charme einer chaotisch-verrückten Familie

Freitag, 3. Februar 2017

[Hörbuchrezension] Die Känguru-Chroniken von Marc-Uwe Kling

 
Marc-Uwe Kling wohnt mit einem echten Känguru zusammen. Klingt komisch, ist aber so, denn dieses Känguru kann reden, hat eigene und manchmal etwas verdrehte Ansichten und ist durch und durch liebenswert. In diesem Hörbuch liest der Autor selbst aus seinem Buch vor und erzählt dabei Anekdoten aus dem Leben mit einem verschrobenen Känguru. Dabei sind die Kapitel relativ kurz und beschäftigen sich je mit einer witzigen Geschichte. Diese haben verschiedene Themen und jedes einzelne hat seinen eigenen Charme.
Marc-Uwe Kling selbst liest unglaublich gut und auch seine Imitation des Kängurus an sich ist schon irre komisch. Sich selbst stellt er sehr trocken und ruhig dar und das Känguru eher aufgeregt und mit seiner Stimmer herausstechend, was das Hörvergnügen noch größer macht. 
Wunderbar kurzweilig und so witzig, dass ich mehrmals laut auflachen musste. Ich möchte unbedingt auch die weiteren Vertonungen seiner Bücher hören!
 
Fazit:
Ein absoluter Hörbuchtipp!