Montag, 6. März 2017

[Hörbuchrezension] Glückssterne von Claudia Winter

Inhalt:
In Josefines Lebensplan steht nach der Karriere als Anwältin nun der nächste Punkt an: Die Heirat. Doch kurz vor ihrer Hochzeit mit dem Anwaltskollegen Justus, brennt ihre Cousine mit ihrem neuen Freund nach Schottland durch und nimmt dabei den Familienring mit, der seit Generationen in der Familie ist. Der Aberglaube dazu, dass ohne diesen Ring bei der Trauung das Glück des Ehepaares versagt bleibt und die Weigerung ihrer Großmutter ohne ihn der Heirat zuzustimmen, bringen Josefine dazu, ihrer Cousine nachzureisen. In Schottland gerät sie von einem Problem zum nächsten, doch Gott sei Dank ist der gutaussehende Konditor Aiden immer zur Stelle.

Meine Meinung:
Julia Schwarz liest diese Geschichte und ihre Stimme wurde wirklich perfekt dafür ausgesucht. Sie kann die einzelnen Charaktere sehr gut herausarbeiten und es macht Spaß, ihr zuzuhören.
Die Geschichte an sich dreht sich um die Jagd der Protagonistin nach dem Familienring, sodass der Hörer mit ihr zusammen ihre Abenteuer und Missglücke mit verfolgen kann. Josefine ist als Protagonistin trotz, oder gerade wegen ihrer Fehler, sympathisch, auch wenn man als Hörer natürlich sehenden Auges ihre Fehlentscheidungen und Gefühle besser erkennt, als sie selbst. Sie ändert sich auf ihrer Reise durch Schottland Stück für Stück und während sie anfangs eine kühle Anwältin mit klaren Zielen im Leben ist, die sie niemals aufgeben würde, geht am Ende eine ganz andere Person aus der Sache hervor, die eingesehen hat, was im Leben wirklich zählt. Die weiteren Charaktere tragen zur Geschichte bei: Aiden ist ein wunderbarer Mensch und immer hilfsbereit zur Stelle, wenn Josi ihn benötigt. Josis Familie ist bunt zusammengewürfelt und vor allem ihre schrulligen Tanten sind für so manches Grinsen verantwortlich, das ich während des Hörens hatte. Sie peppen die Geschichte etwas auf.
Die Story baut zwar nie große Spannung auf, aber sie wird auch nie langweilig, sodass man das Hörbuch auch sehr gut neben einer anderen Tätigkeit wie Malen oder Bügeln hören kann.

Fazit:

Lässt sich sehr gut nebenbei hören. Keine neue aber trotzdem schöne Liebesgeschichte mit schottischem Flair und dem Charme einer chaotisch-verrückten Familie

Samstag, 18. Februar 2017

[Rezension] Die Krone der Sterne - Kai Meyer

 
 
Inhalt:
Iniza wohnt in der Galaxis Tiamande. Regelmäßig werden für die Gottkaiserin, die über Tiamande herrscht, Bräute ausgesucht und zu ihr gebracht. Als die Wahl auf Iniza fällt, ist klar: Keiner weiß, was mit den Auserwählten geschieht, Iniza muss fliehen! Zusammen mit ihrem heimlichen Geliebten, dem Hauptmann der Leibgarde, Glanis, trifft sie auf den Kopfgeldjäger Kranit und die Alleshändlerin Shara. Das ungleiche Team begibt sich auf eine rasante Flucht, bei der immer mehr Gegner hinzukommen und viele Hindernisse ihren Weg säumen.

Meine Meinung:
Dies ist das erste Buch von Kai Meyer, das mich nicht vollständig in seinen Bann ziehen konnte. Die Aufmachung, das Cover und sogar abgedruckte Zeichnungen im Inneren sind mal wieder perfekt und ein Blickfang. Leider konnte mich das Genre nicht überzeugen, denn ich lese normalerweise kein Sci-Fi. Vor allem anfangs viel es mir so schwer, in die Geschichte einzutauchen. Die Technik, die neuen Begriffe und fremdartigen Namen haben mich überfordert und ich musste Passagen mehrmals lesen, um sie zu verstehen, da ich kein geübter Leser dieses Genres bin. Das soll keineswegs heißen, dass das Buch nicht gut ist. Der Autor überzeugt mit einem wunderbaren Schreibstil, der besser nicht sein könnte und einer komplexen neuen Welt, auf die sich der Leser einlassen kann. Alles ist so durchdacht und umfangreich aufgebaut, dass es fast schone rstaunlich ist, sich so etwas auszudenken. Die Charaktere haben alle eigene Merkmale, Macken und Qualitäten und passen somit auf verschrobene Art und Weise zusammen. Fast das gesamte Buch über gibt es spannende Verfolgungsjagden und immer neue Abenteuer, die durch Hindernisse ausgelöst werden, die die Charaktere überwinden müssen. Also rundum eigentlich alles gut gelungen.
Trotzdem musste ich mich immer mal wieder überreden wirklich aufmerksam weiterzulesen, die ständige Verfolgungsjagd hat mich eher ermüdet als fasziniert und manchmal war mir alles einfach etwas zu viel.
Fazit:
Ein sehr gutes Buch für Sci-Fi- Fans, meinen Nerv konnte es allerdings nicht richtig treffen.

Sonntag, 12. Februar 2017

[Rezension] Ain't all silver: Ketten aus Gold- Amelia Reyns



Inhalt:
Darren Flax hegt seit seiner gescheiterten Ehe mit seiner Exfrau keine Wünsche mehr Kontakt zu Frauen aufzunehmen. Auf dem Claim verbringt er mit seinen Freunden die neue Goldschürfer-Saison, zumindest bis er ihre neue Köchin Kirby und ihren Sohn Jamie abholen soll. Denn kaum trifft er auf sie wird klar: Kirby hat jede Menge Probleme und brauch Unterstützung. Als Sicherheitschef ist Darren es gewohnt, Probleme zu lösen und nimmt sich der beiden an. Kirby schafft es, die negativen Erfahrungen mit Frauen verblassen zu lassen.
 
Meine Meinung:
Das ungewöhnliche Setting einer Goldmine und die romantische Geschichte konnten mich sofort überzeugen. Dies ist der zweite Teil einer Reihe, den man wirklich unabhängig von dem ersten lesen kann. Auch ich kenne den Vorgänger nicht und habe von Anfang an super in die Geschichte hineingefunden. Darren, aus dessen Sicht die gesamte Geschichte geschildert wird, ist mir sehr schnell ans Herz gewachsen, denn man fühlt in jedem Gedanken und in jeder Tat, dass er ein aufrichtiger Mensch ist, dem viel an Leuten liegt, die er mag. Je mehr ich aus seiner Sicht gelesen habe, desto mehr mochte ich ihn, sodass ich es fast schon schade fand, dass es nur einen Teil gibt, der um seine Geschichte herum gebaut wird. Kirby bleibt vor allem zu Anfang ein wenig undurchsichtig, was das Interessante an ihrer Beziehung jedoch hervorhebt.
Die Szenerie rund um die Goldmine und die anderen Goldschürfer habe ich bisher noch in keinem Buch erlebt, sodass sich die Thematik hier hervorhebt. Das Setting hat mir hierbei sehr gut gefallen.
Dadurch, dass die Liebesgeschichte und die Probleme, die die Protagonisten bewältigen müssen, sehr kurzweilig sind, hat mich das Buch gut unterhalten, mein Lesefluss wurde nur durch vermehrte Fehler gestört, die mich kurz stocken ließen. Da mir die Charaktere und die Geschichte jedoch so zugesagt haben, hat mich das nicht weiter gestört.
 
Fazit:
Das Rad wurde hier nicht neu erfunden, das Buch bietet aber kurzweilige, romantische Unterhaltung mit einem sympathischen Hauptcharakter.
 
 


Freitag, 3. Februar 2017

 
Marc-Uwe Kling wohnt mit einem echten Känguru zusammen. Klingt komisch, ist aber so, denn dieses Känguru kann reden, hat eigene und manchmal etwas verdrehte Ansichten und ist durch und durch liebenswert. In diesem Hörbuch liest der Autor selbst aus seinem Buch vor und erzählt dabei Anekdoten aus dem Leben mit einem verschrobenen Känguru. Dabei sind die Kapitel relativ kurz und beschäftigen sich je mit einer witzigen Geschichte. Diese haben verschiedene Themen und jedes einzelne hat seinen eigenen Charme.
Marc-Uwe Kling selbst liest unglaublich gut und auch seine Imitation des Kängurus an sich ist schon irre komisch. Sich selbst stellt er sehr trocken und ruhig dar und das Känguru eher aufgeregt und mit seiner Stimmer herausstechend, was das Hörvergnügen noch größer macht. 
Wunderbar kurzweilig und so witzig, dass ich mehrmals laut auflachen musste. Ich möchte unbedingt auch die weiteren Vertonungen seiner Bücher hören!
 
Fazit:
Ein absoluter Hörbuchtipp!
 

Dienstag, 3. Januar 2017

[Rezension] Rocky Mountain Lion-Virginia Fox

Inhalt:
Quinn liebt die Wildtiere, die sie auf der Wildtierstation der Lone Wolf  Ranch beobachtet und betreut. Doch eines Tages findet sie heraus, dass illegale Wilderer ihr Unwesen treiben und brutal Wildtiere ermorden, die nicht zur Jagd freigegeben sind. Kurzerhand beschließt sie, ihnen auf die Spur zu kommen. Kein Wunder, dass sie dem neuen Mitarbeiter Archer Miller misstrauisch begegnet. Dieser verhält sich tollpatschig und zeitgleich doch so, als würde er ein Geheimnis vor ihr hüten.

Meine Meinung:
Dies ist der neunte Band einer Reihe, die sich um verschiedene Charaktere in der Kleinstadt Independence in den Rocky Mountains dreht. Ich bin mit diesem Band erst eingestiegen und kannte die Vorgänger vorher nicht. Alle Geschichten sind ineinander abgeschlossen, sodass man nicht gezwungenermaßen mit dem ersten Band anfangen muss, es gibt jedoch so viele Charaktere und neue Namen, sowie Geschichten die schon erzählt wurden, dass es anfangs ein bisschen schwierig wird alle Personen auseinander zu halten, die auch in diesem Band immer wieder Gastauftritte haben. Nach einiger Zeit gewöhnt man sich allerdings an sie und kann die Eigenarten und Kabbeleien der verschiedenen Charaktere genießen. Was ich schade fand ist die Tatsache, dass schon auf den ersten wenigen Seiten klar wird, welches Geheimnis Archer vor Quinn verbirgt und dass sich die beiden so anziehen finden, dass fast sofort am Anfang des Buches eine Beziehung beginnt. Das nimmt das Knistern zwischen den beiden weg und der Leser kann den Aufbau der Romanze nicht richtig miterleben. Alles geht sehr schnell.

Independence ist eine sympathische Kleinstadt, in der jeder jeden kennt, man kein Geheimnis für sich behalten kann, weil viel getratscht wird und wo sich gegenseitig geholfen wird. So gut wie jeder Charakter war mir sympathisch und auch Quinn und Archer gehören dazu. Man kann immer wieder neue Leute kennenlernen und wenn einem ein bestimmtes Paar interessiert, lassen sich die Bände auch durcheinander lesen. Mich haben besonders Donovan und Anna, die immer wieder eigene Kapitel haben beispielsweise sehr in ihren Bann gezogen.
 Was mich positiv überrascht hat war, dass die Autorin sich trotz des Genres nicht scheute, die Skrupellosigkeit der Wilderer deutlich zu machen, was die Spannung zwischendurch immer wieder neu angehoben hat.

Fazit:
Für mich hat der stetige Aufbau der Liebesgeschichte gefehlt, trotzdem ist dies ein solider Band, der in einer sympathischen Kleinstadt spielt

Samstag, 31. Dezember 2016

[Rezension] Perfect: Willst du die perfekte Welt?-Cecelia Ahern

 
Inhalt:
Celestine ist nicht mehr perfekt. Sie wurde als Fehlerhafte gebrandmarkt und musste vor der Gilde fliehen um deren Regeln zu entkommen. Sie hat den Anführer der Gilde, Crevan, verärgert und ihre Familie verloren. Nun weiß sie nicht, wer sie eigentlich ist. Immer noch das perfekte Mädchen von früher? Oder das Wahrzeichen einer beginnenden Revolution? Die einzige Möglichkeit auf einen Neuanfang besteht darin, Richter Crevan zu überführen. Doch wird es ihr möglich sein als Ausgeschlossene die Gesellschaft zu verändern?

Meine Meinung:
Auch mit der Fortsetzung von Flawed konnte mich Cecelia Ahern von dieser Reihe überzeugen. Celestine ist ein starker und erinnerungswürdiger Hauptcharakter, dessen Geschichte mich im ersten Band berührt und nachdenklich gestimmt hat. Nun geht es weiter mit ihrer Geschichte und dem Kampf um Gerechtigkeit.
Gewohnt wortgewandt beschreibt die Autorin das Leben als Ausgestoßene, das die Fehlerhafte Celestine North führen muss. Sie kämpft um Gerechtigkeit, ist sich aber ihrer selbst unsicher, oft verängstigt und weiß nicht, wem sie trauen kann. Aufgrund ihrer prekären Situation sind diese Gefühle von Unsicherheit und Angst sehr realistisch widergegeben, was auch ein positiver Punkt ist: Obwohl dieses Buch eine Dystopie ist, wird alles sehr real und realistisch wiedergegeben. Hier muss ich auch ein Lob an die Übersetzung aussprechen, die wirklich phänomenal flüssig ist.
Hinzu kommt, dass Cecelia Ahern sehr lebendige Nebencharaktere schafft, die nicht nur pseudohaft mal vorkommen, sondern wirklich eine Geschichte haben.
In diesem Jugendbuch wird es nie kitschig, oder, in die andere Richtung denkend, geschmacklos, trotzdem scheut die Autorin sich nicht, auch mal erschreckende Szenen einzubauen. All das trägt zu einer Spannung bei, die sich kontinuierlich hält, sodass das Lesen nie langweilig wird.

Fazit:
Lesenswerte Fortsetzung, lesenswerte Reihe! Nur zu empfehlen.



Mittwoch, 21. Dezember 2016

[Rezension] Winterzauberküsse-Sue Moorcroft

Inhalt:
Die Modistin Ava trifft Sam, den Chef einer Marketingfirma auf einer Weihnachtsparty. Er engagiert sie, um seiner schwerkranken Mutter Wendy einen Hut als Weihnachtsgeschenk zu fertigen und von da an kreuzen sich ihre Wege immer wieder. Als Wendy freudig daran glaubt, dass Sam und Ava ein Paar sind, können beide ihren Irrtum nicht aufklären. Wer könnte einer kranken Frau schon das Weihnachtsfest vermiesen? Und so tun die beiden so, als wären sie ein Paar.. Nur für die Weihnachtszeit versteht sich.
 
Meine Meinung:
Ein wunderschönes Cover im winterlichen Stil mit Glitzer und Schnee passt hier zur Vorweihnachtszeit. Leider lässt das Cover mehr erwarten, als letztendlich geboten wurde, denn das Buch hat mich ein wenig enttäuscht. Erstmal zu den Charakteren: Ava und vor allem Sam sind sympathisch, ihre Hintergründe und selbst die Jobs interessant und innovativ gewählt. Avas Job als Hutmacherin wird mehrfach thematisiert und ich finde es sehr interessant, von ihrer Fertigung von verschiedenen Hüten zu lesen, auch wenn ich selbst keine Hüte trage. Ihr Job ist so speziell, dass er etwas glamouröses hat. Und auch Sam mit seiner Marketingfirma hat einen spannenden Ausgangspunkt. Leider kommt die Liebesgeschichte nicht so richtig ins Rollen und ich hätte mir insgesamt mehr Knistern zwischen den beiden gewünscht. Es ist zwar ganz ,,nett", aber auch nicht mehr als das. Auch die Nebencharaktere bleiben farblos und stören teilweise mehr, als das sie die Handlung vorantreiben. Avas beste Freundin Izzy blieb mir zum Beispiel das gesamte Buch über fremd, sodass ich sie weder leiden konnte, noch sie irgendeinen Zweck für mich und die Handlung erfüllte.
Bei der Übersetzung vom Englischen ins Deutsche hatte ich das Gefühl, dass die Übersetzerin
manchmal die Worte nicht richtig gewählt hat. Dadurch klangen manche Sätze eigenartig oder eine Person sagte etwas, das in dieser Situation eher weniger passte. Vor allem anfangs hat das meinen Lesefluss gestört, denn ich musste diese Sätze immer wieder lesen um ihre Bedeutung zu verstehen und sicher zu sein, dass ich selbst nicht einen Fehler gemacht und etwas überlesen habe.
Erst das Ende bringt Schwung in die Geschichte und ich hat zum ersten Mal Emotionen in mir ausgelöst, die FAST die restliche Enttäuschung wieder wettgemacht hätten.
Trotz allen Kritikpunkten und obwohl keine Weihnachtsstimmung bei mir aufkam, wurde ich mit diesem Buch ganz nett unterhalten.
 
Fazit:
Seichte Unterhaltung von der ich mir mehr erwartet hätte.