Mittwoch, 22. November 2017

[Rezension] Mein Herz wird dich finden - Jessi Kirby


Inhalt:
Vor 400 Tagen ist Mias große Liebe bei einem Autounfall jung gestorben. Mias Herz ist gebrochen. Dafür hat ein anderer junger Mann durch seine Organspende eine neue Lebenschance erhalten.
Als Mia und Noah aufeinandertreffen, spüren sie eine innere Verbundenheit. Doch Mia verheimlicht ihm, dass sie die Freundin des Menschen war, der Noah sein Herz gespendet hat, denn Noah weigert sich, die Angehörigen des Organspenders kennen zu lernen. Mia fühlt sich zum ersten Mal wieder lebendig und nahezu glücklich, doch wie weit darf sie gehen, um das zu schützen? Wie viel darf sie verheimlichen und ist dies alles nicht ein einziger Verrat an ihrem ehemaligen Freund? Darf sie überhaupt wieder glücklich sein - ohne ihn?Meine Meinung:
Was als Inhaltsangabe etwas pathetisch klingt, ist als Jugendbuch wunderbar gelungen. Ich habe dieses Buch innerhalb von 1,5 Tagen durchgelesen und war begeistert.
Mia ist eine trauernde Jugendliche, die eigentlich ihr Leben noch vor sich hat, dieses aber seit dem Tod ihres Freundes auf Eis gelegt hat. Sie zieht sich solange zurück, bis sie auf Noah trifft, zu dem sie eigentlich keinen Kontakt aufnehmen darf. Noah ist jedoch so charismatisch, dass sie nicht anders kann, als ihn wiederzusehen. Und so ging es mir mit Noah auch: Obwohl er schon jung ein krankes Herz hat, viel Zeit im Krankenhaus und mit Angst verbracht hat, nutzt er seine neue Lebenschance voll aus. Er macht, was er liebt und ist jedem neuen Tag gegenüber so positiv eingestellt, dass man das nur bewundern kann. Er ist freundlich, einfühlsam und so voller Hoffnung. Seine Lebensart hat mir in Verbindung mit der Geschichte sehr gut gefallen.
Durch die relativ große Schrift und die Kapiteleinteilung, kann man das Buch rasend schnell durchlesen und irgendwann auch nicht mehr aus der Hand legen. Es ist so schön was da passiert, das neue Hoffnung geschöpft wird und sich das Leben durch einen Anderen endlich wieder zum Positiven wendet und doch stimmt es den Leser etwas melancholisch, dass das auf Basis vom Tod eines geliebten Menschen stattfindet. Trotzdem war die Thematik nie beklemmend dargestellt, sodass sie einem zwar bewusst wurde, aber nicht düster aufs Gemüt geschlagen hat.
Hinzu kommt dann noch das sehenswerte Cover und schon haben wir ein Buch, das mich überzeugen konnte!Fazit:
Ein bezauberndes Jugendbuch, das im Herzen und im Kopf bleibt. Ich kann es nur empfehlen.
 
 

Samstag, 18. November 2017

[Rezension] Kleine Stadt der großen Träume - Fredrik Backman

Inhalt:
Björnstadt ist eine Eishockeystadt- so war das und so wird es immer bleiben. In dem kleinen Ort hinter dem Wald, kann sich keiner diesem Spiel entziehen, egal ob er es hasst, liebt oder beides gleichermaßen tut. Ein ganzer Ort fiebert nun mit seiner Junioren-Mannschaft mit, die im Halbfinale gegen eine der besten Mannschaften Schwedens stehen. Ale erhoffen sich durch einen Sieg Aufschwung für Björnstadt und jeder feiert die Mitglieder der Mannschaft, die sich selbst am stärksten fühlen. Doch dass bald ihrer aller Leben vollkommen auf den Kopf gestellt und das Spiel hinterfragt wird, ahnt noch niemand. Björnstadt wird den Atem anhalten...
 
Meine Meinung:
Die erste Hälfte des Buches konnte mich leider gar nicht in Spannung halten. Alles dreht sich um Eishockey und jede einzelne der zahlreichen Personen lässt ihr Leben auf die ein oder andere Weise von Eishockey bestimmen. Da ich kein großer Sportfan bin, konnte mich dies nicht sonderlich begeistern, auch wenn der Schreibstil von Backman einen  gewohnt gefangen nimmt. Der Autor schafft es, allein durch seine Worte so viel Atmosphäre und Stimmung in eine Geschichte zu legen, dass der Leser, egal bei welcher Thematik, nicht anders kann, als hineingesogen zu werden, selbst wenn es nicht spannend ist.
Seine Art zu erzählen erinnert mich bei diesem Buch von ihm an einen großen Flickenteppich, denn jeder Charakter, der vorkommt, möge er Protagonist oder Nebencharakter sein, erhält seinen Platz im Buch und schildert einzelne Stellen und seine Stellung gegenüber dem Eishockey aus der eigenen Sicht (auch wenn Backman aus der Er-/Sie-Perspektive schildert). All diese Eindrücke ergeben einen großen Teppich, der die Geschichte unterlegt.
Trotz diesem eindeutigen Talent von Backman, konnte mich der erste Teil wirklich nicht für sich einnehmen. Aus meiner Sicht hätte man Mehreres wegkürzen können, weil der Leser nach einiger Zeit sehr wohl begreift, wie wichtig dieser Sport ist und das sich alles nur darum dreht. Nach der ermüdenden ersten Hälfte ging jedoch die eindringliche Achterbahnfahrt der Gefühle los, der sich niemand entziehen kann. Erst hier hat mich das Buch gepackt und das Ende hat mich mit dem Rest des Buches so versöhnt, dass es einen Stern mehr bei der Bewertung ausmacht. Ich habe mitgefühlt und die düstere Stimmung der Geschichte hat nicht nur auf den Seiten, sondern auch in mir den Höhepunkt gefunden. Ich war wütend, angeekelt, traurig und enttäuscht und das in einem seltenen Ausmaß. Es gibt kein Happy End und doch hätte das Ende nicht passender sein können.
 
Fazit:
Einfühlsamer Autor, eine düstere Geschichte mit schwieriger Thematik und mit riesigem Sportanteil ergeben meinerseits gemischte Gefühle. Nichtsdestotrotz eine eindringliche Geschichte, die bestimmt großen Anklang findet.
 

Samstag, 4. November 2017

[Rezension] Da ist noch Luft nach oben - Stephan Porombka

Inhalt:
Der Zeit- Kolumnist Stephan Porombka setzt sich in diesem Buch mit einigen der meistbenutzten Phrasen im Alltag auseinander. Floskeln werden allgegenwärtig benutzt und meistens merken wir es noch nicht einmal. Wir kennen die eigentliche Bedeutung nicht, oder haben im Laufe der Zeit die Bedeutung des Satzes verlagert, sodass er nun ganz anders genutzt wird. Dieses Buch soll zeigen, wie man mit Floskeln spielen kann und zu welchen Gelegenheiten man diese effektiv nutzen könnte.

Meine Meinung:
Als ich den Klappentext gelesen habe, hatte ich mir vorgestellt, dass der Autor sich mit Alltagsphrasen auseinandersetzt, ihre Herkunft erklärt und witzig auf ihre Bedeutung eingeht. Wer dies auch erwartet, könnte von der tatsächlichen Umsetzung dann eher genauso enttäuscht sein.
Auf jeder Doppelseite wird eine Floskel thematisiert. Dies ist immer mit einem Bild aufgelockert, das ich mir manchmal sehr gerne anschaue und manchmal unästhetisch finde. Die Bilder sind gewollt so geschossen, dass sie aussehen, wie aus Porombkas eigener Sammlung, sie gleichen Schnappschüssen, nicht einem professionellen Shooting, was ich allerdings an sich schön finde. Mehrere Bilder haben mir gar nicht gefallen, was aber Geschmackssache bleibt.
Kommen wir zu dem Text: Leider geht Porombka nicht erklärend (oder zumindest ernsthaft) auf die Herkunft der Floskeln ein. Er beschreibt eher ironisch ihre Nutzung in der Gegenwart und bleibt immer auf humoristischer Basis, ohne wirkliche Fakten zu nennen. Leider hat mir daher etwas mehr Substanz gefehlt und ich kam mir vor, als hätte ich eine Kolumne in einer Zeitung gelesen, nicht ein zusammenhängendes Buch. Klar, vielleicht stellt dieser Duden-Band auch nicht den Anspruch, mehr zu sein, aber durch meine nicht erfüllten Erwartungen habe ich mir die ganze Zeit nur gewünscht, es wäre eine ausgewogene Mischung humoristisch aufbereiteter Hintergründe der Phrasen. Ich habe mich leider nicht besonders unterhalten gefühlt.

Für faktisch-Interessierte ist der Griff zu diesem Buch also nichts. Wer sich aber etwas unterhalten lassen möchte, und das in kleinen bebilderten Häppchen, könnte hiermit seinen Spaß haben.

Fazit:
Für mich war die Umsetzung leider nichts, aber andere könnten sich von der Art Porombkas gut unterhalten fühlen. Auf jeden Fall ein Häppchen zum Zwischendurch-Lesen.

 
Danke an Literaturtest für dieses Rezensionsexemplar.

Donnerstag, 2. November 2017

[Rezension] Ewig: Wenn Liebe entflammt - Rhiannon Thomas



Inhalt:
Auroras Leben klingt wie ein Märchen: Nachdem sie durch einen Fluch in einen hundertjährigen Schlaf fiel, wird sie mit dem Kuss des Prinzen geweckt und als Heilsbringerin gefeiert. Doch der König unterdrückt sein Volk, mordet ohne Gnade und zeigt sich tyrannischer denn je. Um ihr Volk zu retten, sucht Aurora Zuflucht im von Drachen bedrohten Königreich des charmanten Prinz Finnegan, der mehr über ihre Macht zu wissen scheint, als Aurora selbst. Nun muss Aurora kämpfen: Gegen den uralten Fluch, für ihr Königreich und dafür, ihre immer stärker werdende Magie zu beherrschen.
 
Meine Meinung:
Schon den ersten Teil dieser Reihe habe ich mit nur zwei Sternen bewertet, weil es mir nicht gefallen hat. Dieser Zweite ist nun etwas besser gelungen:
Aurora ist, auch wenn schon sympathischer als im ersten Teil, immer noch eine launische Protagonistin, der ich so recht keine positiven Gefühle abgewinnen konnte. Sie wirkt selbst in emotionalen Situationen gefühlstechnisch nicht greifbar und konnte so keine Gefühle bei mir hervorrufen.
Der neue Ansatz dieser Interpretation, also das Aurora ihr Leben selbst in die Hand nimmt, nicht nur auf ihren Prinzen wartet und Vorgegebenes aus eigenem Willen nicht erfüllen möchte, gefällt mir an sich, allerdings schafft es die Autorin einfach nicht, mich zu fesseln oder gar eine für mich sympathische Protagonistin zu erschaffen, mit der ich mich identifizieren könnte.
Die Handlung des Buches ist selbst dann langweilig, als vermeintlich Neues passiert und der Leser eigentlich an den Seiten kleben sollte. Zudem habe ich das Gefühl, alles dreht sich im Kreis, Aurora wird durch Wiederholungen ihrer Gedanken bestimmt und dabei werden immer wieder Fragen aufgeworfen, die offen bleiben und einen damit zusätzlich verwirren. Selbst am Ende, nach der Auflösung, erschließen sich mir die Hintergründe für den Fluch und Auroras Situation nicht ganz, denn die Erklärung dahinter wirkt nicht vollständig durchdacht.
Insgesamt fehlt ein Spannungsbogen und es werden kaum Emotionen transportiert und erst die letzten 100 Seiten haben einen Faden aufgebaut, dem ich zumindest etwas gespannt folgen konnte. Das war jedoch zu spät, verbessert meine Bewertung zwar etwas, bringt für mich diese Reihe aber leider nicht auf einen grünen Zweig.
 
Fazit:
Durch die letzten 100 Seiten besser als der erste Band. Diese konnten es aber nicht mehr herausreißen, sodass ich die Reihe generell nicht empfehle.

Mittwoch, 25. Oktober 2017

[Rezension] Tiefe Narbe von Arno Strobel

 
Inhalt:
Der Oberkommissar Max Bischoff ist neu auf dem Revier als eines Morgens ein bekannter Journalist blutbesudelt und verwirrt auf dem Polizeipräsidium auftaucht. Er kann sich an die letzte Nacht nicht mehr erinnern, weiß nicht woher das Blut stammt und welche Rolle er dabei spielt. Den Ermittlern ist schnell klar, dass etwas Schlimmes vorgefallen sein muss, erst Recht, nachdem sich herausstellt, dass das Blut einer Frau gehört, die seit über zwei Jahren vermisst wird. Bischoff und sein Partner Böhme sehen sich einem grausamen Foltermord gegenüber, als kurz darauf eine Frauenleiche am Rhein auftaucht. Mit seinen modernen und wissenschaftlich fundierten Ermittlungsmethoden muss sich Max nicht nur gegenüber seinen Kollegen, sondern auch gegen den Mörder behaupten, denn bald verstrickt er sich immer weiter in den mysteriösen Fall. Ist der Journalist Opfer oder Täter?
 
Meine Meinung:
Dieser Thriller wird aus der Sicht des Oberkommissars Max Bischoff erzählt und schon zu Anfang wurde mir dadurch klar, dass dies für mich kein Thriller, sondern eher ein Kriminalroman sein wird, zumindest so wie ich die beiden Genre verstehe. Max ist der Überflieger, ein junger Kollege in einem neuen Team, der mit seinen modernen Methoden nicht auf Gegenliebe bei seinem älteren Partner stößt. Er ist als Charakter eher unspektakulär und von Beginn an fast schon langweilig. Seinen Kollegen Böhmer empfinde ich schlichtweg als unsympathisch, da er nicht gerade durch seine offene Art besticht. Er verhält sich oftmals herablassend, da er der Meinung ist, Erfahrung und Intuition wiegen mehr als die Methoden von Max und dies thematisiert er häufig und ausgiebig durch Augenrollen, Verwerfen von Max Ideen oder die Betonung, dass er mehr in diesem Job gesehen habe als Max. Sein Charakter ist typisch klischeehaft dargestellt: Er ist der alteingesessene Polizist.
Bis zur Mitte hin musste ich mich zwingen, weiter zu lesen, da weder etwas Nennenswertes passiert, noch mag ich die auftauchenden Charaktere besonders. Kleine Kapitel aus der anonymen Sicht des Mörders geben zwischendurch Einblick in die kranke Psyche und der Leser fragt sich, welcher Mensch nur so schlimme Sachen tun kann.
Ab der Mitte des Buches habe ich mich reingelesen und obwohl sämtliche Charaktere immer noch eher monoton und klischeehaft dargestellt werden, wird alles wesentlich spannender, sodass das Lesen nicht mehr so schleppen voran geht.
Ab da wird aber auch die Folter des Mörders an seinen Opfern immer häufiger thematisiert, sodass zarte Gemüter vielleicht weniger gewillt sind, weiter zu lesen. Wer also ein mehr Blut nicht verkraftet, sollte da die Finger weglassen.
 
Fazit:
Solider Krimi, dessen Charaktere mich nicht überzeugen konnten. Wirkte teilweise klischeehaft und plump.

Freitag, 20. Oktober 2017

[Rezension] Sprache in Bildern - Duden



Das Buch ,,Sprache in Bildern" liefert viele interessante Fakten über Sprache. Hierbei geht es nicht nur ums Deutsche, auch wenn das ein wesentlicher Teil des Duden-Bandes ist, sondern auch um Kuriositäten aus aller Welt.
Aufgemacht im kleinen Hardcover-Format und mit vielen bunten Grafiken und Bildern, stöbert man gerne durch die Seiten, um Neues zu lernen. Wussten Sie zum Beispiel, dass Tsakonisch zu den seltensten Sprachen in Europa gehört, da nur noch ca. 300 Leute diese griechische Sprache sprechen? Oder dass ,,Steinach bei Rothenburg ob der Tauber" der längste Ortsname in Deutschland ist? Dies und vieles mehr kann man aus diesem Buch lernen. Das Wissen erstreckt sich über Thematiken wie Namensgebung, Rechtschreibung und Alphabete aus aller Welt, über neue und alte Wörter der deutschen Sprache, bis hin zu Palindromen, also Wörtern die vorwärts wie rückwärts gelesen das gleiche Wort ergeben.
Durch die vielen bunten Bilder wird es weder dem Auge, noch dem Gehirn schnell langweilig, denn es gibt immer wieder Neues zu entdecken.
Ich habe mich nicht gelangweilt, fand die meisten Fakten interessant gewählt und konnte mich so gut mit dem Buch beschäftigen, auch wenn Sachbücher dieser Art normalerweise nicht mein Fall sind.
 
Fazit:
Tolles Geschenk für Sprachbegabte und -interessierte, Menschen die Sprache zu ihrem Beruf machen wollen oder einfach nur Interessierte, die ihr Allgemeinwissen über unsere und andere Sprachen aufbessern wollen.



Montag, 16. Oktober 2017

[Rezension] Chosen: Das Erwachen - Rena Fischer

Inhalt:
Emmas Erinnerungen wurden manipuliert. Sie glaubt ihr Vater wurde von ihrer großen Liebe Aidan ermordet und vertraut niemandem mehr, außer ihrem Mentor und Schulleiter einer Schule für außergewöhnlich Begabte: Fion Farran. Genau dieser ist jedoch in die dunklen Machenschaften verwickelt, in die Emma immer wieder hineingezogen wird. Er manipuliert sie, kapselt sie vom Rest ihrer Freunde ab und versucht krampfhaft, sie an seiner Seite zu halten. Doch was steckt dahinter? Und werden ihre Freunde es schaffen, Emma von der Wahrheit zu überzeugen, wo sie doch glaubt, das Richtige zu tun? Eines ist sicher: Selbst ihren eigenen Erinnerungen kann Emma nicht mehr trauen.
 
 
Meine Meinung:
Bei ,,Chosen: Das Erwachen" handelt es sich um den zweiten und letzten Band einer Reihe.
Alle Punkte, die ich am ersten Band kritisiert habe, wurden durch diesen zweiten Teil so gut wie neutralisiert. Die Geschichte ist und bleibt von Anfang an spannend, allein schon wegen der neu hinzugekommenen drei Sichtweisen. Nicht nur Emmas Gefühlswelt und Erlebnisse seit Ende des ersten Teils werden betrachtet, auch Aidan und Jacob, also Emmas Liebe und Emmas Vater erhalten ihre eigenen Kapitel. Dadurch wird die Geschichte von mehreren Seiten aufgearbeitet und mein Lieblingscharakter, Jacob, erhält mehr Aufmerksamkeit. Dadurch sind die Hauptcharaktere besser ausgearbeitet, man erhält mehr Einblicke und es gibt keinen Platz mehr für Oberflächlichkeit, was mir sehr gut gefallen hat.
Der Schreibstil von Rena Fischer ist gewohnt bemerkenswert, man kann einfach nicht aufhören zu lesen. Dazu trägt auch die Handlung bei, denn immer wieder, wenn gerade ein Spannungshoch erreicht wurde, geht es mit neuen Ereignissen weiter, die den Leser in Atem halten. Hierbei wirkt das alles jedoch nicht überladen, was bei dicht aufeinanderfolgenden Szenen dieser Art leicht passieren könnte. Im Gegenteil, die Auflösungen sind einfallsreich und interessant, sodass Langeweile keine Chance hat.
Was mir im Gegensatz zum ersten Teil als einziger Punkt etwas gefehlt hat, war die gemeinsame Zeit zwischen Emma und Aidan. Die Geschichte gibt nicht so die Möglichkeiten wie im ersten Teil her, trotzdem hat meine romantische Ader dies etwas vermisst.
Da selbst das große Finale am Ende weder Fragen, noch Wünsche offen gelassen hat, bin ich sehr zufrieden mit diesem Abschluss.
 
Letztendlich passt sogar das tolle Cover zum Gesamteindruck, denn das springt einem nicht nur sofort ins Auge, es passt auch noch zum Vorgängerband und lässt somit die Herzen der Bücherregal-Fetischisten höher schlagen.
 
Fazit:
Eine absolut lesenswerte, in beiderlei Hinsicht fantastische Dilogie, die Jugendbuchfans gelesen haben sollten. Rena Fischer gehört hiermit zu meinen Lieblingsautoren!
 
Danke an Rena Fischer für dieses Rezensionsexemplar, das mich in meiner Meinung jedoch nicht beeinflusst hat.