Freitag, 4. Mai 2018

[Rezension] Iron Flowers - Tracy Banghart

Inhalt:
Ihr Leben lang wurde Serina darauf vorbereitet, als Grace vom Regenten auserwählt zu werden. Als Frau soll sie schön, anmutig und unterwürfig sein und genau darauf arbeitet Serina seit ihrer Kindheit hin. Nomi, ihre Schwester, könnte gegensätzlicher nicht sein. Sie ist wild und rebellisch und hat, trotz Verbot für Frauen, das Lesen gelernt. Doch am Tag der Auswahl kommt alles anders als gedacht und die unzertrennlichen Schwestern werden auseinandergerissen. Beide erwartet ein unheilvolles Schicksal und doch wollen sie für ihre Rechte kämpfen. Für die jeweils andere Schwester. Für sich selbst. Und für alle Frauen.
 
 
Meine Meinung:
Ich kann mich mit meiner Rezension leider nicht den vielen positiven Stimmen anschließen.
Der Einstieg ins Buch wird sehr kurz abgehandelt, sodass es mir schwerfiel, in die Geschichte hineinzufinden. Serina ist zu Anfang sehr naiv und mir daher weniger sympathisch gewesen als ihre rebellische Schwester Nori, die viel mehr Feuer besitzt als gut für sie ist in einer Welt, in der Frauen unterdrückt werden. Die Charaktere außerhalb der beiden Protagonisten bieten zwar viel Potenzial, bleiben leider aber blass, was vielleicht auch am oberflächlichen Schreibstil liegen könnte. Die Geschichte hat mich trotz Gewalt, Schmerz und Leid kaum berühren können und das, obwohl für ein Jugendbuch doch eindrucksvolle Überlebenskämpfe á la Tribute von Panem ausgeführt werden.
 
Nomi ist ein interessanter Charakter, der zum Ende heraus leider wiederum blauäugiger wird. Ihre Schwester Serina mausert sich hingegen zu einer Rebellin, was mir wiederum gut gefallen hat. Der Tausch der Lebenswelten der beiden Schwestern und ihre charakterliche Unterschiedlichkeit bieten grundsätzlich spannenden Stoff, auch wenn dies für mich leider nicht genug ausgekostet wurde. Der gewisse Funke hat mir gefehlt, um meine Aufmerksamkeit während des Lesens beizubehalten.
Auch Teile vom Ende ließen sich vorhersagen, was das Lesevergnügen für mich geschmälert hat. Trotzdem hat es die Autorin mit einem großen Cliffhanger am Ende geschafft, dass ich den zweiten Teil der Reihe lesen möchte, der Potenzial für mehr Spannung bietet.
 
Fazit:
Ich kann den Hype um dieses Buch nicht ganz nachvollziehen, da mir einfach das Gewisse Etwas gefehlt hat.
 

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