Montag, 16. Oktober 2017

[Rezension] Chosen: Das Erwachen - Rena Fischer

Inhalt:
Emmas Erinnerungen wurden manipuliert. Sie glaubt ihr Vater wurde von ihrer großen Liebe Aidan ermordet und vertraut niemandem mehr, außer ihrem Mentor und Schulleiter einer Schule für außergewöhnlich Begabte: Fion Farran. Genau dieser ist jedoch in die dunklen Machenschaften verwickelt, in die Emma immer wieder hineingezogen wird. Er manipuliert sie, kapselt sie vom Rest ihrer Freunde ab und versucht krampfhaft, sie an seiner Seite zu halten. Doch was steckt dahinter? Und werden ihre Freunde es schaffen, Emma von der Wahrheit zu überzeugen, wo sie doch glaubt, das Richtige zu tun? Eines ist sicher: Selbst ihren eigenen Erinnerungen kann Emma nicht mehr trauen.
 
 
Meine Meinung:
Bei ,,Chosen: Das Erwachen" handelt es sich um den zweiten und letzten Band einer Reihe.
Alle Punkte, die ich am ersten Band kritisiert habe, wurden durch diesen zweiten Teil so gut wie neutralisiert. Die Geschichte ist und bleibt von Anfang an spannend, allein schon wegen der neu hinzugekommenen drei Sichtweisen. Nicht nur Emmas Gefühlswelt und Erlebnisse seit Ende des ersten Teils werden betrachtet, auch Aidan und Jacob, also Emmas Liebe und Emmas Vater erhalten ihre eigenen Kapitel. Dadurch wird die Geschichte von mehreren Seiten aufgearbeitet und mein Lieblingscharakter, Jacob, erhält mehr Aufmerksamkeit. Dadurch sind die Hauptcharaktere besser ausgearbeitet, man erhält mehr Einblicke und es gibt keinen Platz mehr für Oberflächlichkeit, was mir sehr gut gefallen hat.
Der Schreibstil von Rena Fischer ist gewohnt bemerkenswert, man kann einfach nicht aufhören zu lesen. Dazu trägt auch die Handlung bei, denn immer wieder, wenn gerade ein Spannungshoch erreicht wurde, geht es mit neuen Ereignissen weiter, die den Leser in Atem halten. Hierbei wirkt das alles jedoch nicht überladen, was bei dicht aufeinanderfolgenden Szenen dieser Art leicht passieren könnte. Im Gegenteil, die Auflösungen sind einfallsreich und interessant, sodass Langeweile keine Chance hat.
Was mir im Gegensatz zum ersten Teil als einziger Punkt etwas gefehlt hat, war die gemeinsame Zeit zwischen Emma und Aidan. Die Geschichte gibt nicht so die Möglichkeiten wie im ersten Teil her, trotzdem hat meine romantische Ader dies etwas vermisst.
Da selbst das große Finale am Ende weder Fragen, noch Wünsche offen gelassen hat, bin ich sehr zufrieden mit diesem Abschluss.
 
Letztendlich passt sogar das tolle Cover zum Gesamteindruck, denn das springt einem nicht nur sofort ins Auge, es passt auch noch zum Vorgängerband und lässt somit die Herzen der Bücherregal-Fetischisten höher schlagen.
 
Fazit:
Eine absolut lesenswerte, in beiderlei Hinsicht fantastische Dilogie, die Jugendbuchfans gelesen haben sollten. Rena Fischer gehört hiermit zu meinen Lieblingsautoren!
 
Danke an Rena Fischer für dieses Rezensionsexemplar, das mich in meiner Meinung jedoch nicht beeinflusst hat.

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