Donnerstag, 17. März 2016

[Rezension] Emma Wagner- Regie führt nur die Liebe

Inhalt:
Schon immer sucht Laura nach ihrer großen Liebe getreu dem Inhalt ihrer geliebten Bollywood-Filme: mit viel Musik, Farben und Romantik soll ihr Traummann daherkommen.
Als sie dann den berühmten Schauspieler Logan White vor dem Ertrinken rettet und er  ihr die Worte »Nicht Jahrhunderte, nicht Jahrtausende – nichts kann uns trennen!« zuflüstert, scheint Lauras Glück perfekt zu sein. Bleiben nur noch die Probleme auf der Arbeit mit ihrem Konkurrenten Kai, dass sie ihre beste Freundin Moni notgedrungen in ihrer Wohnung aufnehmen muss und dass sich Logans Manager als gutaussehendes Ekelpaket entpuppt. Und schon hält das Chaos in ihrem Leben und ihren Gefühlen Einzug...

Meine Meinung:
...und an diesem Chaos lässt uns die Autorin Emma Wagner in vollen Zügen teilhaben. Mit ihrem wortgewandten und flüssigen Schreibstil setzt die Autorin den Leser in der verrückten Welt der Protagonistin aus, um mit skurrilen Persönlichkeiten und aberwitzigen Situationen so manchen Lacher hervorzurufen. Im Buch gibt es erstaunlich viele Charaktere, die allerdings alle zur Geschichte passen und diese erst abrunden, sodass ich keine einzige missen wollen würde. Einerseits gibt es die für mich sympathischen Charaktere, wie Lauras Mitbewohner James, ein Brite und durch seine Macken und Sprüche ein äußerst witziger und liebenswerter Mensch oder die urkomische Nachbarin Frau Happ. Andererseits ging mir Lauras beste Freundin Moni, die eine verwöhnte Zicke ist und der es somit gehörig an einer Portion Realitätsbezug der abreitenden Gesellschaft fehlt, sofort auf die Nerven. Daran gewöhnt man sich jedoch im Laufe der Geschichte, einfach weil es noch genug andere komische oder eigenwillige Charaktere gibt, von denen man gerne liest.
Laura selbst verrennt sich immer weiter in die Idee einer Liebe nach Drehbuch und hierbei können sich bestimmt einige Frauen wiedererkennen, denn wem ist es schon nie passiert, dass er sich so in seinen Traumvorstellungen festbeißt, dass er die Realität nicht erkennt?-Genau, nur wenigen!
Das, was mir nicht ganz so gut gefallen hat ist, dass die Protagonistin sich doch so lange an ihre Wunschvorstellungen geklammert hat, was man ein wenig kürzer hätte halten können.


Fazit:
Eine chaotische und verrückte Geschichte und viele gut erarbeitete, witzige Charaktere machen den Charme des Buches aus und geben dem Roman den perfekten Spritzer Komik.

Keine Kommentare:

Kommentar posten