Samstag, 15. März 2014

[Rezension] Vor uns die Nacht-Bettina Belitz

Inhalt:
Sie hasst Jan.Sein Benehmen,sein Auftreten,wenn er mit ihr redet.Und doch zieht es sie jeden Freitag,seit sie ihn das erste Mal gesehen hat,an den Fluss.Dort hofft sie ihn wiederzusehen,sehnt sich nach seiner Berührung und der Freiheit,die sie in ihrem Leben nie hatte.Ihre Eltern wollen eine perfekte Tochter,ihre Freunde eine aufmerksame Freundin.Doch seit sie Jan am Flussufer trifft,hat sich Ronias Leben verändert.Jan zeigt ihr,dass nur sie selbst wissen kann,wer 'Ronia' wirklich ist und sein will.



Meine Meinung:
Ich habe mich mit einer Rezension zu diesem Buch sehr schwer getan,denn es ist nicht nur anders als handelsübliche Jugendbücher,sondern weckt widersprüchliche Gefühle.Zum einen sind da Charaktere,die mir durchs ganze Buch hinweg unsympathisch waren,wie beispielsweise Ronias Eltern.Dann gibt es Charaktere,die mich immer Mal wieder nervten und deren Gedanken und Verhaltensweisen ich nicht nachvollziehen konnte,wie die Protagonistin Ronia,die selbst nicht weiß,was sie möchte.Und dann gibt es einen Charakter,Jan,der so einzigartig,so anders und verwünscht zu sein scheint,dass ich das Interesse an ihm während des gesamten Lesens kein einziges Mal verloren habe.Ich kann mich nicht entscheiden,ob das eine das andere aufwiegt und genauso geht es mir mit manchem Handlungsszenen und Abschnitten des Buches,die versuchen ein bestimmtes Gefühl oder einen Eindruck zu vermitteln,dies aber mit einer Penetranz tun,dass ich nicht weiß,ob dies wirklich negativ zu bewerten ist,oder nicht.Alles in allem hält die Handlung immer wieder Überraschungen bereit,denn es kommt nie so,wie es scheint.Im Gegensatz zu vielen anderen Jugendbüchern kann man nicht voraussagen,was geschieht und es gibt viele Wendungen.Der Schreibstil ist bildhaft und fast schon gehoben,auch ein bisschen philosophisch und passt somit nicht nur zum Gesamteindruck,sondern unterstützt die Anderartigkeit dieses Jugendbuchs.Hinzu kommt,dass die Handlung weder glattgebügelt noch romantisch verschnörkelt wurde:Es läuft genau wie im Leben nicht alles glatt,es gibt Höhen und vor allem Tiefen,Dinge die man sich nicht erklären kann,aber am Ende kann man genau dadurch zu sich selbst finden.


Fazit:
Wer endlich mal etwas lesen möchte,das nicht in das immer gleiche Schema eines Jugendbuchs passt,wer ein Buch lesen möchte,das zu vielem Nachdenken anregt und kontroverse Gefühle hervorruft,der ist bei diesem Buch genau richtig.

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