Mittwoch, 21. Dezember 2016

[Rezension] Winterzauberküsse-Sue Moorcroft

Inhalt:
Die Modistin Ava trifft Sam, den Chef einer Marketingfirma auf einer Weihnachtsparty. Er engagiert sie, um seiner schwerkranken Mutter Wendy einen Hut als Weihnachtsgeschenk zu fertigen und von da an kreuzen sich ihre Wege immer wieder. Als Wendy freudig daran glaubt, dass Sam und Ava ein Paar sind, können beide ihren Irrtum nicht aufklären. Wer könnte einer kranken Frau schon das Weihnachtsfest vermiesen? Und so tun die beiden so, als wären sie ein Paar.. Nur für die Weihnachtszeit versteht sich.
 
Meine Meinung:
Ein wunderschönes Cover im winterlichen Stil mit Glitzer und Schnee passt hier zur Vorweihnachtszeit. Leider lässt das Cover mehr erwarten, als letztendlich geboten wurde, denn das Buch hat mich ein wenig enttäuscht. Erstmal zu den Charakteren: Ava und vor allem Sam sind sympathisch, ihre Hintergründe und selbst die Jobs interessant und innovativ gewählt. Avas Job als Hutmacherin wird mehrfach thematisiert und ich finde es sehr interessant, von ihrer Fertigung von verschiedenen Hüten zu lesen, auch wenn ich selbst keine Hüte trage. Ihr Job ist so speziell, dass er etwas glamouröses hat. Und auch Sam mit seiner Marketingfirma hat einen spannenden Ausgangspunkt. Leider kommt die Liebesgeschichte nicht so richtig ins Rollen und ich hätte mir insgesamt mehr Knistern zwischen den beiden gewünscht. Es ist zwar ganz ,,nett", aber auch nicht mehr als das. Auch die Nebencharaktere bleiben farblos und stören teilweise mehr, als das sie die Handlung vorantreiben. Avas beste Freundin Izzy blieb mir zum Beispiel das gesamte Buch über fremd, sodass ich sie weder leiden konnte, noch sie irgendeinen Zweck für mich und die Handlung erfüllte.
Bei der Übersetzung vom Englischen ins Deutsche hatte ich das Gefühl, dass die Übersetzerin
manchmal die Worte nicht richtig gewählt hat. Dadurch klangen manche Sätze eigenartig oder eine Person sagte etwas, das in dieser Situation eher weniger passte. Vor allem anfangs hat das meinen Lesefluss gestört, denn ich musste diese Sätze immer wieder lesen um ihre Bedeutung zu verstehen und sicher zu sein, dass ich selbst nicht einen Fehler gemacht und etwas überlesen habe.
Erst das Ende bringt Schwung in die Geschichte und ich hat zum ersten Mal Emotionen in mir ausgelöst, die FAST die restliche Enttäuschung wieder wettgemacht hätten.
Trotz allen Kritikpunkten und obwohl keine Weihnachtsstimmung bei mir aufkam, wurde ich mit diesem Buch ganz nett unterhalten.
 
Fazit:
Seichte Unterhaltung von der ich mir mehr erwartet hätte.

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