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Montag, 4. April 2022

[Rezension] Kommissar Pfote: Ein haariger Fall - Katja Reider und Dirk Hennig

Hunde sind mehr als nur Haustiere, vor allem wenn es um Pepper geht, denn er wird auch Kommissar Pfote genannt. Er ist Polizeihund und löst jeden Fall ganz sicher. So auch hoffentlich diesen: Bei einer Katzen-Ausstellung verschwindet eine wertvolle Katze. Der Verdacht: Sie wurde gestohlen! Katzen sind zwar nicht wirklich Peppers Spezialgebiet aber natürlich nimmt er sofort die Fährte auf, die zu einer Tierschutzorganisation führt... Kann Pepper den wirklichen Katzendieb stellen?

Dies ist der vierte Fall für Kommissar Pfote und damit der Kinder-Krimi-Reihe, die spannende Fälle aus der Sicht des Polizeihundes erzählt. Das Buch wird ab sechs Jahren empfohlen und eignet sich gut zum Vorlesen, aber auch super für Erstleser, denn die Kapitel sind übersichtlich, die Schrift groß. Die Fälle sind spannend gewählt für Mädchen und Jungen gleichermaßen, die mit einem Polizeihund auf Spurensuche gehen. Dies wird auch durch die Quizfragen auf Antolin und die Rätselfrage gegen Ende des Buches unterstützt, auf die es im Buch auch die Antwort gibt. So können die jungen Leser mit raten, wie Pepper auf die Lösung des Falls gekommen ist.

Pepper ist ein spitze Protagonist der aus Hundesicht witzig aber auch spannend der Verfolgung der verschwundenen Katze nachgeht, auch wenn er als Hund mit Katzen eventuell gar nicht so viel am Hut hat. Für Kinder ist er natürlich toll, gerade wenn man das Thema Hunde mit dem Thema Polizei verbindet.

Die Bände lassen sich ohne Probleme einzeln lesen, sodass man nicht unbedingt die Vorgänger gelesen haben muss, da diese Reihe aber für gute Laune sorgt, bin ich sicher, dass es sich lohnt alle Bücher davon zu lesen, egal in welcher Reihenfolge.

Zudem sind die Illustrationen sehr süß und passend für Erstleser ausgelegt, sodass den Leseanfängern für die aufkeimende Leseleidenschaft nichts im Weg stehen sollte.

Sonntag, 20. Februar 2022

[Rezension] Bald ist alles wieder gut von Katja Reider

Der kleine Fuchs ist hingefallen und hat sich dabei wehgetan. Er weint und muss nun getröstet werden. Die anderen Waldbewohner sind ganz schnell zur Stelle und wissen was sie tun: Der kleine Fuchs wird in den Arm genommen, es wird ein Lied gesungen, er erhält ein Pflaster und auch sein Lieblingskuscheltier tröstet ihn. Mit so aufmerksamen Freunden geht es dem Fuchs natürlich ganz schnell wieder besser!




Es handelt sich bei "Bald ist alles wieder gut" um ein Buch, dass das Thema Trösten anspricht, allerdings eher für Kinder ab 1,5 Jahren. Auf jeder Seite des Pappbands gibt es Tipps zum Trösten, die für mich jedoch total offensichtlich und nichts mehr Neues waren. Man nimmt sein Kind auf den Arm, streicht ihm über den Rücken, holt ihm ein buntes Pflaster etc. Also nichts, was Eltern oder Familienangehörige nicht schon sowieso täten, wenn das Kind sich wehtut und getröstet werden muss. Das war für mich also ein Part, den ich nicht besonders gelungen fand.

Die Seiten sind wunderschön illustriert. Die Bilder sind groß, bunt und mit süßen Waldtieren ausgestattet, die gerade dem kleinen Fuchs helfen. Das bietet Sprechanlässe auch mit den Kleinsten, die sich ganz gespannt die Bilder anschauen können. Auf jeder Doppelseite gibt es zudem zwei- oder vierzeilige Reime, was passend ist für die Altersgruppe, die das Buch abdeckt.


Insgesamt ist das Buch sehr niedlich und klasse für kleinere Kinder, die sich an den tollen Bildern und kurzen Reimen freuen können und sich mit dem Thema identifizieren, denn es tut sich jeder doch einmal weh. Das Buch kann da auch gut als Ablenkung dienen.

Die Rituale zum Trösten fand ich da aber etwas fade, man kann sie aber natürlich auch weglassen oder anders nutzen.



Montag, 1. November 2021

[Rezension] Lumi Schneefuchs sucht das Wunderlicht - Katja Reider und Henrike Wilson

 


Lumi, der kleine Schneefuchs hat schon ganz oft Geschichten über die Polarlichter gehört und möchte sie unbedingt einmal selbst sehen. Auf dem Weg trifft er auf verschiedene Tiere, die ihm auf seiner Reise mit Futter, Unterschlupf und dem richtigen Weg helfen und die ihn dann begleiten. Das ist ein Glück, denn die Reise ist viel beschwerlicher als Lumi anfangs gedacht hätte. Sein Opa hat ihm außerdem von einem Wunder erzählt, das passieren soll, wenn Lumi die Polarlichter sieht. Und schnell merken die Freunde, dass das Wunder näher ist, als man denkt.


Lumi möchte in dieser Geschichte ein Wunder erleben und dafür muss man, wie er selbst sagt, wagemutig sein. Auf dem Weg ist er offen für andere und lädt so immer wieder weitere Tiere ein, sich anzuschließen. Sie helfen sich gegenseitig und halten zusammen, was den Weg zu den Polarlichtern schon zu etwas Besonderem macht. Dann erleben sie gemeinsam die tolle Erfahrung die Polarlichter zu sehen. Wenn es um das Wunder geht, das passieren soll, merken sie, dass die Freundschaft die sie geknüpft haben wohl das größte Wunder ist. Diese Botschaft ist gut aus der Geschichte herausgearbeitet, was mir gut gefallen hat.

Kinder können mit dem Buch nicht nur etwas über die Wichtigkeit von Freundschaft lernen, es gibt auch Anstoß dazu, verschiedene Tiere kennenzulernen, die einem vielleicht nicht täglich begegnen, wie ein Papageientaucher und ein Elch. Außerdem gibt das Buch Anreize dazu, weiteres über die Polarlichter zu erfahren.

Mit den großflächigen und einfach gehaltenen Bildern kann man die Geschichte gut verfolgen und wird nicht viel abgelenkt. Der Fokus liegt auch hier auf den befreundeten Tieren.


Fazit:

Lumi Schneefuchs sucht das Wunderlicht ist eine süße Geschichte über Freundschaft, bei der es einem Warm ums Herz wird.





Samstag, 7. August 2021

[Rezension] Fahr mit! Auf der Baustelle von Lena Heger


 Mitmachbücher bieten eine tolle Möglichkeit, Kinder noch aktiver am Vorlesen und Bücher-Anschauen teilhaben zu lassen, so auch bei diesem Buch. Auf jeder Doppelseite mit liebevoll und groß illustrierten Bildern werden Kinder ab 18 Monaten auf die Baustelle mitgenommen. Löffelbagger, Betonmischer, Kranausleger, Planierraupe und der Umzugswagen können mit dem Finger über die Seite geschoben werden. So erlebt man nicht nur spielerisch die Phasen eines Hausbaus, sondern bezieht auch die Feinmotorik der Finger mit ein. 

Die Textbausteine sind kurz gehalten und enden immer mit der Frage, ob man mithelfen und die Fahrzeuge bewegen möchte, was Kinder anregt, es auszuprobieren. Natürlich sind die Kleinen da direkt dabei und ganz neugierig.

Auf den einzelnen Seiten gibt es genug zu entdecken und was ich ganz besonders toll finde, dass sowohl auf der Baustelle, als auch als Führer mancher Fahrzeuge Frauen dargestellt sind. Das ist leider noch nicht in allen Kinderbüchern so und verdient traurigerweise meiner Meinung nach daher eine extra Erwähnung.

Für mich eine klare Empfehlung für dieses liebevoll durchdachte Mitmachbuch. Da haben auch die Jüngsten schon ihren Spaß damit!






Samstag, 31. Juli 2021

[Rezension] Gute Nacht, kleiner Bär! - Sylvia Tress und Carola Sieverding


Es ist Zeit zum Schlafengehen für den kleinen Bären. Natürlich müssen die Abendrituale vor dem Einschlafen eingehalten werden und so putzt sich der kleine Bär die Zähne, sucht seinen Teddy, trinkt ein Glas Wasser und bekommt von Mama Bär eine Geschichte vorgelesen.

Es handelt sich bei diesem süßen Exemplar um ein Mitmach-Buch, bei dem schon die Kleinsten ab 18 Monaten dem Bären auf jeder Seite bei seinem Abendritual helfen können. Es gibt jeweils eine Schlaufe, an der man ziehen kann und die das Bild auf der Seite und somit die Geschichte verändert.
Der Mechanismus ist sehr einfach und leicht zu bedienen, also auch für kleine Hände geeignet.


Liebevolle Bilder auf stabilen Pappseiten sind hier mit kurzen Texten ausgestattet. Das Buch hat eine gute Kürze für jüngere Kinder und wird sich bestimmt in einigen Kinderzimmern zum liebsten Einschlafbuch entwickeln.



Sonntag, 16. Mai 2021

[Rezension] Schau, wie niedlich Tiere schlafen gehen - Frauke Weldin, Katja Reider



Das Buch "Schau, wie niedlich Tiere schlafen gehen" ist eine Gute-Nacht-Geschichte, bei der Kinder auch etwas lernen können. Auf jeder Seite wird eine andere Tierfamilie beim Einschlafen besucht und in Reimform erzählt, welche Rituale die Tierkinder beim Einschlafen haben. Die Otter legen sich beispielsweise mit dem Rücken auf das Wasser und halten sich aneinander fest, während sie schlafen, damit die Strömung sie nicht auseinandertreibt. Am Ende geht es dann zum Menschenkind selbst und man kann auf die Schlafgewohnheiten seines eigenen Kindes eingehen.

Das Buch besteht aus fester Pappe, bemalt mit sehr tollen Bildern der Tiere. Die Farben sind bunt und lebendig gehalten, die Seiten stabil und somit auch super zum selbst-umblättern für kleine Hände geeignet. Die Illustrationen sind absolut liebevoll gestaltet.

Die Zielgruppe sind laut Verlag 2-4-Jährige und da schließe ich mich an. Der Text ist in Reimen eher für jüngere Kinder gedacht.
Generell sind die Texte sehr niedlich und durch die Reime einfach rhythmisch vorzulesen, was bestimmt auch beim Einschlafen helfen kann. Manche Wörter die genutzt wurden sind aber noch schwer für jüngere Zuhörer, beispielsweise "Anverwandte", "Gefieder", "Silberglanz", "adrett". Das hat uns nicht gestört, ich finde es auch gut, Kinder mit Wörtern zu konfrontieren, die sie im Alltag nicht so oft hören, um ihren Wortschatz zu erweitern, kann aber das Verstehen des Textes stören.

Fazit: Absolute Kaufempfehlung, ich war begeistert.


Donnerstag, 6. Mai 2021

[Rezension] Lächeln gefunden von Sophie Schoenwald

 Der Bär ist aus dem Winterschlaf erwacht und hat plötzlich etwas im Gesicht, das seiner Meinung nach nicht ihm gehört. Im See spiegelt sich ein großes Lächeln. Da er sich nicht sicher ist, ob das Lächeln wirklich ihm gehört, hängt er im Wald Zettel auf "Lächeln gefunden". Während der Frühling um ihn herum erwacht ist, kommen nach und nach die Tiere des Waldes zu ihm, um herauszufinden, ob er ihnen ihr Lächeln zurückgeben kann. Am Ende ist jedenfalls klar, dass aus einem Lächeln ganz schnell mal viele Lächeln werden kann.


Die Aussage des Buch ist für mich auch der Grund, warum ich das Buch zum Lesen in der Kita ausgesucht habe, denn hier lernt man: Lächeln kann man verschenken oder verteilen und wenn man das tut, dann gibt es auf einmal viel mehr lächelnde Gesichter auf der Welt. Das ist eine Botschaft, die in einer eher misstrauischen Welt doch schön weitergetragen werden kann. Lächle und es wird zurück gelächelt.

Dieses Buch kann man also auch gut in der Kita als Projektbasis nehmen.

Bär und die anderen Waldtiere sind zauberhaft und kindgerecht illustriert, sodass die Kinder nicht visuell überfordert werden, aber genug zum Mitschauen haben.

Auch mit der Länge des Textes habe ich gute Erfahrungen gemacht, denn die Kinder ab ca. 4 Jahre konnten die Geschichte überwiegend sehr gut mitverfolgen.

Hin und wieder gibt es etwas schwierigere Wörter im Text, die Kinder vielleicht noch nicht verstehen, was allerdings dazu anregt, sich damit auseinanderzusetzen und den Sprachschatz so zu erweitern. Natürlich muss dann da auch ein Erwachsener sein, der diese erklärt.

Ich würde das Buch aber erst ab 4 Jahren empfehlen, jüngere Kinder könnten damit eventuell überfordert sein, sodass der Spaß verloren geht.


Fazit: Herzerwärmende Geschichte mit süßen Illustrationen und somit genau unser Fall!


Samstag, 13. März 2021

[Rezension] Die Osterhennen kommen! - Katja Reider

 


Ottilie ist dieses Jahr wirklich sauer: Die Hühner legen das ganze Jahr lang Eier und trotzdem bekommen den Dank nur die Osterhasen! Dabei würde Ottilie so gerne auch selbst einmal Ostereier bemalen. Dieses Jahr muss sich etwas ändern! Doch die Osterhasen denken da natürlich ganz anders darüber. Ottilie bleibt hartnäckig: Entweder, die Hennen werden am Bemalen und Verstecken der Eier beteiligt, oder Ostern muss dieses Jahr ausfallen!

Ich liebe Bücher von Katja Reider. Das Thema des Buches ist gleichzeitig süß und wertvoll, denn die Osterhennen legen das ganze Jahr über Eier, ohne Dank dafür zu erhalten oder bei den wirklich spaßigen Dingen mitmachen zu dürfen, beispielsweise beim Bemalen oder Verstecken der Ostereier. Diese mangelnde Wertschätzung wird von einer Henne, die sich endlich dagegen wehrt nicht mehr hingenommen und es beginnt eine Zusammenarbeit zwischen den Hennen und den Osterhasen.
Doch beide Seiten merken, dass ihre jeweilige Arbeit gar nicht so einfach ist, wie immer angenommen.
Die Aussage dieses Kinderbuches ist wirklich wertvoll: Man muss für seine Wünsche und Träume einstehen und auch wenn es Hürden gibt, muss man sich eben Alternativen suchen, damit es doch noch klappt.
Außerdem sollte man sich auch einmal in andere hineinversetzen, denn das Leben oder die Arbeit eines anderen ist nicht immer so leicht, wie es einem erscheint. Hand in Hand und mit den Ressourcen, die jeder einzelne mitbringt, lässt sich mehr erreichen als allein.

Mein einziger Kritikpunkt an dem Buch ist die Länge des Textes. Das Buch ist doch relativ lang und auch wenn die Geschichte und vor allem die wunderschönen Illustrationen viel zum Entdecken bereit halten, so ist es doch für drei- und vierjährige ein wenig zu ausgeschmückt. Man hätte es etwas kürzen können, damit die Aufmerksamkeit der Kinder besser beim Vorlesen erhalten bleibt. Ich bin mittlerweile nach mehrmaligem Lesen dazu übergegangen, beim Vorlesen die Geschichte etwas zusammenzufassen.

Zusammenfassend ist dieses Buch aber eine wirklich niedliche Geschichte mit Mehrwert und gerade jetzt zu Ostern ein schönes Geschenk.




Samstag, 6. Februar 2021

[Rezension] Rosalie und Trüffelchen - Katja Reider, Jutta Bücker

 


Inhalt:
Rosalie und Trüffelchen sind beide zurückhaltend und sensibel. Neue Situationen machen ihnen ein bisschen Angst, sie fühlen sich unter Fremden unwohl und passen nicht so recht in die Rolle, die für sie vorgesehen ist. Doch als sie sich dann das erste Mal begegnen, passt es einfach perfekt! Und schon sind sie Freunde fürs Leben.

Meine Meinung:
Rosalie und Trüffelchen ist ein außergewöhnliches Buch, da man es von beiden Seiten aus lesen kann. Entweder beginnt Trüffels Geschichte, oder Rosalies. Auf jeden Fall treffen die beiden in der Mitte aufeinander und das Buch muss gewendet werden. Das Cover ist dieser Wendetechnik angepasst, sodass die Kinder sich leicht aussuchen können, mit welchem der beiden Freunde sie zu lesen anfangen wollen.
Ich habe das Buch mit Kindern ab drei im Kindergarten gelesen und sie haben allesamt gebannt zugehört. Die großen, schön illustrierten Bilder machen es einfach, dass auch mehrere Kinder mit schauen können. Für Kinder unter drei ist dieses Buch eher nichts, dafür ist die Geschichte zu lang und die Seiten zu groß.
Dadurch, dass man das Buch in der Mitte umdrehen muss und man es von beiden Seiten aus beginnen kann (es also nicht wirklich ein "hinten" und "vorne" gibt), wird die Aufmerksamkeit der kleinen Zuhörer wieder frisch auf die Geschichte gerichtet. Den Kindern, denen ich es vorgelesen habe, hat das sehr viel Spaß gemacht.
Außerdem ist auch die Geschichte sehr putzig und lässt sich auch gut mit Kindern besprechen, immerhin fühlt sich jeder mal unwohl und hat Angst vor gewissen Situationen.
Allerdings muss ich auch sagen, dass man die Geschichte wohl nicht für sich selbst sprechen lassen sollte, denn Rosalie ist schon sehr ängstlich. Damit suggeriert das Buch möglicherweise, dass man sich vor neuen Situationen ängstigen muss, oder dass man unbedingt immer Gesellschaft braucht, um sich eben dieser Angst entgegenzustellen. Redet man aber nach dem Vorlesen mit den Kindern über diese Dinge, dann dürfte das eigentlich kein Problem sein.

Fazit:
Ein zuckersüßes Kinderbuch mit kleinen Schwächen, das durch seinen Aufbau die Aufmerksamkeit von Kindern bannt.




Sonntag, 27. September 2020

[Rezension] Theo liebt es bunt - Samuel Langley-Swain

 

Theo ist ein Wiesel, aber nicht so wie die anderen im Wald, denn er liebt es bunte und auffällige Kleidung zu tragen. Das gefällt seinen Nachbarn und Bekannten jedoch gar nicht, denn sie wollen, dass alle Wiesel gleich sind. Theo fällt unter den ganzen graubraunen Tieren viel zu sehr auf! Sie fordern: Weg mit den bunten Kleidern. Als Theo sich daraufhin nicht mehr wohlfühlt und den Wald verlässt, fragen sie sich jedoch: War es nicht Theo, der mit seiner Ausgefallenheit das Leben spannender gemacht hat?




Dieses Bilderbuch würde ich wirklich erst zum Vorlesen für Vier- oder Fünfjährige empfehlen, denn die Thematik, die hier behandelt wird, ist doch etwas, das Kinder erst begreifen können, wenn sie etwas älter sind. Theo ist anders als die anderen, denen das gar nicht gefällt. Sie sind gegen ihn und bringen ihn damit dazu, sich verändern zu wollen. Ich finde die Thematik auch schon im Kindesalter wichtig und finde gut, dass sich immer mehr Kinderbücher damit auseinandersetzen, das jeder individuell ist und das auch okay ist.
Ich habe das Buch mit Kindern in der Kita gelesen und dabei bemerkt, dass die unter 4-Jährigen noch etwas mit dem schwereren Thema "kämpfen", dafür die größeren sehr gerne zugehört haben.
Die Bilder sind nicht so quietschbunt, wie man es eventuell von anderen Bilderbüchern kennt, aber interessant und großflächig aufbereitet, sodass die Kinder beim Vorlesen schön mitschauen können. 
Bei den Wieseln werden die Emotionen gut durch die Illustrationen eingefangen, was es Kindern leichter macht, sie nachzuvollziehen.
In der Mitte zieht sich die Geschichte ein wenig, man hätte sie hier vielleicht verkürzen können, damit die Konzentration nicht verloren geht, denn so manches anspruchsvollere Wort, das in einem Kinderwortschatz vielleicht noch nicht vorhanden ist, macht sich da sowieso schon bemerkbar.
Die Moral hinter der Geschichte wird auf der letzten Seite noch einmal explizit genannt, was ich super fand, da es da auch nochmal für Kleine deutlich wird, worauf das Buch hinauswill.

Fazit:
Alles in allem hat mir das Buch gut gefallen, vor allem die Thematik hat mich sehr angesprochen.


Danke an den Knesebeck-Verlag für dieses Rezensionsexemplar!

Samstag, 22. August 2020

[Rezension] Das kleine Nickerchen - Katja Reider und Sabine Straub


Das kleine Nickerchen dreht jeden Abend ähnlich wie das Sandmännchen seine Runden bei Groß und Klein und bringt den Schlaf zu ihnen. Manche Tierkinder beginnen zu streiten, wenn sie müde sind, manche sind aufgedreht und wieder andere können ohne ihr Kuscheltuch nicht einschlafen. Das kleine Nickerchen hat also viel zu tun, bevor am Ende alle zufrieden einschlafen können.

Schon der Einband vorne ist super süß gestaltet. Das kleine Nickerchen, das auf seiner Traumwolke liegt und schläft ist vom Rest des Covers abgesetzt und die Kinder, mit denen ich das Buch gelesen habe mochten es, mit den Fingern die Umrisse nachzufahren.

Die Illustrationen im Inneren des Buches stehen dem um nichts nach, auch ich als Erwachsener fand sie sehr schön anzusehen. Man schaut sich das Buch einfach gerne an, weil die Bilder so niedlich sind. Sie sind kindgerecht, detailgetreu aber nicht überladen, also gibt es neben der Geschichte zum Hören auch genug zu Sehen.

Das kleine Nickerchen besucht verschiedene Tierfamilien und hilft ihnen beim Einschlafen, denn jeder hat seine eigenen kleinen Problemchen, bevor er ins Bett gehen kann. Genauso wie bei den Menschen eben ;-).

Somit hilft die Geschichte den Kindern beim Entspannen, zeigt auf, dass auch andere nicht direkt einschlafen können und ist auch super für Fans vom Sandmännchen geeignet, schließlich macht das Nickerchen denselben Job.


Fazit:

Eine süße Einschlafgeschichte mit perfekter Länge für Kinder ab 2 Jahren, die Begeisterung hervorruft.



Samstag, 18. April 2020

[Rezension] Ich packe in meinen Beutel... von Katja Reider

Das Känguru will einen Ausflug machen und packt dafür seine Tasche. Doch ist auch wirklich alles mit dabei, was so gebraucht wird? Seine Freunde kommen nach und nach dazu und packen immer wieder Neues in den Kängurubeutel ein.



Dieses Buch ist aufgebaut wie das allseits bekannte "Ich packe meinen Koffer und nehme mit..."-Spiel, bei dem man sich merken muss, was der Vorherige eingepackt hat. In Reimen wird die Geschichte erzählt, sodass man sich besser merken kann, welche Dinge eingepackt wurden. So können die Kinder mitsprechen und mit etwas Übung und in einem gewissen Alter aufsagen, was als letztes in den Kängurubeutel gelegt wurde.
Die stabilen und recht dicken Buchseiten sind bunt und großflächig illustriert, was für Kleinere Zuhörer super zum mitgucken ist. Das Buch ist laut Verlag für Kinder ab 30 Monaten geeignet und kann auch von kleinen Händen umgeblättert werden, weil die Seiten so schön dick sind.
Es würde sich außerdem abwischen lassen, weil die Seiten beschichtet sind.
Die Geschichte ist denkbar einfach, da immer mehr tierische Freunde des Kängurus Dinge einpacken, die für sie nicht fehlen dürfen bei ihrem Ausflug, die Reime, die niedlichen Illustrationen und das Konzept des Buches bringen mich aber sogar als Erwachsene zum Schmunzeln.
Manchmal ist weniger eben mehr.

Fazit:
Ein Schönes Buch zum Vorlesen, das kleinere Kinder nicht zu sehr beansprucht und größere herausfordert, indem man gleichzeitig ein Spiel daraus machen kann, dass sie den "Koffer" mitpacken und sich merken, was drin ist.


Donnerstag, 26. Dezember 2019

[Rezension] Olga, die mutigste Kuh der Welt - Jill Esbaum, Gus Gordon

Olga erzählt ihren Freundinnen im Stall, dass sie vor nichts Angst hat, nicht mal vor dem dunklen Wald, den die anderen Kühe fürchten. Das glauben die anderen natürlich nicht und Olga muss zur Tat schreiten und es ihnen beweisen: Sie geht in den Wald der nachts viel gruseliger ist als erwartet und verliert dort ihre Freundinnen. Sie läuft vor Schreck solange, bis sie sie wiederfindet und statt als Angsthase, steht sie plötzlich als große Heldin da, die sich vor nichts fürchtet.



Das Kinderbuch soll zeigen, dass jeder seine Angst überwinden kann und dass auch aus Angst manchmal etwas Gutes entsteht.
Ich als Erwachsene habe Olga zuerst als arrogant und überheblich empfunden, denn sie übertreibt vor den anderen und gibt so sehr an, dass es sie eher unsympathisch macht. Doch im Wald mit ihren Ängsten konfrontiert, wird Olga zu einer verschreckten Kuh, die eigentlich nur noch ihren Ängsten entfliehen will. Als sie wieder zurück bei den anderen ist, denen sie immer noch nichts von ihrer eigentlichen Angst erzählt, wird sie als mutigste Kuh der Welt gefeiert, aber nur, weil sie immer noch nicht zugibt, wie viel Angst sie wirklich hatte. 
Als Botschaft an Kinder hätte ich es viel schöner gefunden, wenn Olga sich und den anderen ihre Ängste eingestanden hätte, anstatt dass sie sich mit Unwahrheiten als Heldin feiern lässt. Das hätte zwar den witzigen Schluss des Bilderbuches verändert, wäre für mich aber wichtiger als Lehre gewesen. Das hätte nämlich ausgesagt, dass es okay ist Ängste zu haben und diese auch nach außen tragen zu dürfen.
Trotzdem ist das Buch witzig aufgemacht mit den komplett gereimten Versen, die von Olga und ihrem Abenteuer im Wald erzählen. Man kann den Text durch die Reime nicht anders als so vorlesen, dass Kinder daran Spaß finden, allerdings würde ich das empfohlene Alter von 4-6 Jahren etwas höher bei mindestens Fünfjährigen ansetzen, da (je nach Kind) Jüngere der Geschichte nicht so gut folgen können. Zumindest habe ich die Erfahrung in meiner Kindergartengruppe gemacht.
Die Illustrationen sind mit dem Zeichenstil mal etwas anderes und das Buch kann man gut verwenden, wenn das Thema Ängste bei Kindern auftaucht, um zu zeigen, dass selbst die mutigste Kuh der Welt Angst vor dem dunklen Wald hat ;)


Sonntag, 22. September 2019

[Rezension] Die Waldmeisterinnen - Andrea Schütze


Inhalt:
Lia und Holly fühlen sich sehr wohl im Wildwood Forest. Holly erfindet für ihr Leben gerne und Lia backt. Eines Tages eröffnen die beiden ihre "Sorgenloswerdstelle", um den diversen Waldbewohnern bei ihren Problemen zu helfen. Schließlich sind die beiden Waldmeisterinnen! Wer wäre besser für so einen Job geeignet als sie? Und schon kommen die ersten Tiere zu ihnen, die ihre Sorgen loswerden möchten und Lia und Holly müssen mit Rat und Tat beistehen.

Meine Meinung:
Das Auffallende an dem Buch sind die wirklich wunderschönen Bilder mit den strahlenden Farben. Es gibt bei jeder Illustration etwas zu entdecken und durch die ansprechende Gestaltung hat man als Kind und Erwachsener richtig Lust, hinzuschauen. Das fängt schon bei dem tollen Cover an. 
Andrea Schütze hat sich ein paar süße, witzige und außergewöhnliche Ideen einfallen lassen. So lebt zum Beispiel ein Eichhörnchen mit Regenbogenschweif in dem Hut des einen Mädchens, Holly. An liebevollen Details fehlt es also nicht.
Sprachlich gesehen ist das Buch auf alle Fälle ein Vorlesebuch oder eben ein Buch für schon geübte Selbstleser, denn der Schreibstil ist anspruchsvoll. Es gibt öfter für Kinder unbekannte Wörter (zumindest musste ich meinen Zuhörern öfter mal welche erklären), sowie englische Wörter, die Kinder in der Zielgruppe noch nicht wirklich kennen. 
Generell würde ich das Buch auch eher etwas älteren Kinder - so ca. ab 8 Jahren - empfehlen, denn man muss sich schon etwas besser konzentrieren können, um der Handlung zu folgen, da Beschreibungen und kleinere Umwege viel Platz in der eigentlichen Geschichte einnehmen.
Hinzu kommt, dass die Schrift für Leseanfänger auch etwas zu klein ist.

Fazit:
Liebevolles Kinderbuch, bei dem es etwas an der Umsetzung harpert. Wer sich aber darauf einlässt und vielleicht auch eine neue Herausforderung für seine Kinder sucht, könnte hier ein richtig niedliches Buch finden, dass die kindliche Fantasie anregt.


Sonntag, 8. September 2019

[Rezension] Die kleine Spinne Widerlich sagt Gute Nacht - Diana Amft

Die kleine Spinne Widerlich ist müde und sagt vor dem Schlafengehen noch ihren Verwandten und Freunden "Gute Nacht". Darunter unter anderem auch Onkel und Tante, sowie ihrer Großmutter.



Diese Geschichte von der Spinne Widerlich ist in ein kleines Pappbuch verpackt und hat wenige Seiten. Das Buch ist recht kurz und reicht zum Vorlesen wohl ab einem gewissen Alter nicht mehr alleine aus, dafür ist es wunderschön illustriert, sodass man an den liebevollen Bildern Spaß finden kann.
Auch kleine Hände können mit den dicken Seiten gut umgehen, denn diese sind stabil und griffest, sodass die Kleinen auch schon selbst umblättern können.
Die Handlung an sich beschränkt sich wirklich nur darauf, dass die Spinne ihren Bekannten Gute Nacht sagt, bevor sie selbst zu Bett geht, es gibt also keinen tieferen Sinn oder eine Lehre, die Kinder daraus ziehen könnten, das muss aber auch nicht immer sein. Mir hat das jedoch etwas gefehlt.
Da das Buch wie gesagt eher kurz ist, eignet es sich entweder für jüngere Kinder, oder als kleiner Zusatz, wenn mit dem Vorlesen noch nicht Schluss sein soll und eine weitere Geschichte gewünscht wird. So dehnt sich die Vorlesezeit mit der Spinne Widerlich als Zusatz auch nicht zu weit aus ;) .

Fazit:
Niedlich illustriert ist dieses Gute-Nacht-Vorlesebuch etwas für die Kleinen.


Sonntag, 14. Juli 2019

[Rezension] Die Wiese - Susan Bagdach

Auf der großen Wiese läuft alles geregelt und ordentlich. Es gibt nur grünes Gras und blaue Blumen, die alle ungefähr gleich groß sind. Keiner weicht von der Norm ab und wenn doch einmal eine Blume anders aussieht, trinkt sie Tinte und wird blau um sich anzupassen.
Eines Tages wächst eine rote Blume, die alles tut um zu sein wie die anderen, aber einfach nicht blau werden kann. Was passiert nun mit ihr? Und kann das Streben nach Gleichartigkeit sie glücklich machen?
Dieses Kinderbuch ist wirklich etwas Besonderes, denn nicht nur Aufmachung und Geschichte sind wertvoll und schön anzusehen, sondern auch die Seiten und der Einband sind umweltfreundlich!
Die Seiten sind aus vollem Recyclingpapier hergestellt, die Druckfarben sind vegan und alles wird in Deutschland produziert. Allein das hat mich schon begeistert.
Der Einband ist unglaublich stabil und lässt sich sogar willentlich kaum verbiegen, sodass auch viele Kinderhände dem Material keinen Knick zufügen können.
Die Farben der Illustrationen sind leuchtend und generell wunderbar anzusehen, denn auch der Stil ist total süß und kunstvoll. Die Kinder -und ich als Erwachsene- hatten sehr viel Spaß sie anzuschauen.
Die Geschichte an sich ist etwas länger, wenn man sie aber schon ein paarmal gelesen hat, kann man sie sinnhaft auch so kürzen und in eigenen Worten wiedergeben, dass auch kleinere Kinder konzentriert bleiben beim Zuhören. Das Kinderbuch handelt von Vielfalt, vom Mut zu sich selbst zu stehen und sich selbst so zu akzeptieren wie man ist. 

Fazit:
Ich bin absolut begeistert und kann Erziehern, Eltern und Lehrern nur raten, sich das Buch näher anzusehen, vor allem bei der aktuellen wichtigen Thematik.


Schaut euch gerne mal den Verlag an.

Sonntag, 24. Februar 2019

[Rezension] Paddington macht einen Ausflug - Michael Bond

Paddington macht einen Ausflug zur Saint-Pauls-Kathedrale. Neben vielen neuen Entdeckungen und Informationen zu dieser Sehenswürdigkeit, möchte Paddington eine Postkarte für seine Tante Lucy kaufen und wird dabei fälschlicherweise für ein Mitglied des Kirchenchores gehalten. Und so nimmt das Chaos, das typisch für Paddington ist, seinen Lauf. Am Ende wird natürlich gewohnt alles wieder gut und die Missverständnisse können aufgeklärt werden.
 
 
 
Wie immer bei den Paddington-Büchern aus dem Knesebeck-Verlag ist das Format gut dafür geeignet, Kindern vorzulesen. Die Seiten sind groß genug, dass die Kinder sich während dem Vorlesen die schönen Illustrationen ansehen können, die ganzseitig oder teilweise den Text ablösen. Was mir immer positiv auffällt ist, dass die Seiten dick genug sind, dass auch kleinere Kinderhände selbstständig umblättern können.
Der quirlige Bär erlebt hier ein neues Abenteuer über das sich groß und klein freuen können. Mir macht es immerhin auch noch als Erwachsene Spaß, die Geschichten über ihn vorzulesen.
Die Texte haben meiner Meinung nach eine perfekte Vorleselänge für vor dem Einschlafen und die Illustrationen sind gewohnt detailreich und liebevoll. Beim Lesen bekommt man immer wieder Lust auf weitere Geschichten des Bären, den man einfach gern haben muss.
 
 
 
Danke an den Knesebeck-Verlag für dieses Rezensionsexemplar. (Dies hat meine Meinung nicht beeinflusst).

Samstag, 17. November 2018

[Rezension] Vom kleinen Stern, der etwas Besonderes sein wollte - Björn Steffens

Der kleine Stern besteht aus Plätzchenteig. Er ist beim Backen etwas schief geraten und ihm fehlt ein Zacken. Als er sich mit den anderen schönen Weihnachtspätzchen vergleicht, wird er traurig und läuft nach draußen in den Schnee, wo er einigen Tieren begegnet. Diese öffnen ihm die Augen, was im Leben wirklich zählt.



Das Kinderbuch "Vom kleinen Stern, der etwas Besonderes sein wollte" vermittelt gut verpackt eine Geschichte, mit der sich die Kleinen und Großen identifizieren können. Jede Doppelseite ist illustriert, wobei die Bilder modern gehalten sind, aber nicht zu sehr, sodass mir diese wirklich gut gefallen haben. Besonders eine Seite hat es mir angetan, die man auch einrahmen und an die Wand hängen könnte, weil sie so ein schönes weihnachtliches Bild abgibt.
Auch der Einband ist gut gewählt, denn er ist stabil und kann außen mit einem feuchten Lappen abgewischt werden, was bei kleineren Kindern öfter mal nötig wird.
Positiv aufgefallen ist mir, dass die einzelnen Seiten dick genug sind, um von Kinderhänden jeglichen Alters selbst umgeblättert werden zu können.
Der Text ist nicht zu lang und nicht zu kurz, sodass man das Buch, je nach Konzentrationsspanne des Kindes, in ein oder zwei "Sitzungen" vorlesen kann. Dabei ist die Geschichte verständlich, die Kinder können ihr gut folgen.
Da dies ein christliches Kinderbuch ist, werden auch christliche Werte vermittelt: Gutes tun, anderen helfen, Unterschiede anerkennen. Die Aufbereitung dieser Werte ist nicht zu aufdringlich und so formuliert, dass die Kinder sie ganz einfach verstehen. Man kann auch gut nach dem Lesen noch ein Gespräch auf Basis dieser einleiten, um sie noch einmal mehr ins Bewusstsein zu führen.
 
Fazit:
Eine schöne vorweihnachtliche Geschichte für Groß und Klein!

Freitag, 1. Juni 2018

[Rezension] Die kleine Brilleneule von Léna Mazilu

 
 
Inhalt:
Die schüchterne Eule Mimi hat die Brille des Bären gefunden. Nun macht sie sich auf den Weg durch den nächtlichen Wald, vorbei an verschiedenen Tieren und begleitet von Geräuschen und Schatten. Sie entdeckt dort viel Verschiedenes, lernt neue Freunde kennen und merkt dabei, dass sie viel selbstsicherer ist, als sie dachte.
 
 
 
Meine Meinung:
Dieses Buch hat mich wirklich überrascht. Ich hätte nicht gedacht, dass es so fesselnd für drei Generationen sein kann, sich dieses Buch anzuschauen und mit der kostenlosen App, die man sich herunterladen kann, Neues neben den Illustrationen zu entdecken.
Zuerst zum Buch: Die Zeichnungen sind absolut niedlich, schlicht und nicht überladen gehalten. Die Farben strahlen nur so und sind sehr kräftig, was den Blick der Kinder darauf zieht. Trotz dem nächtlichen Wald, in dem die Geschichte spielt gibt es immer wieder bunte Elemente, die schön aussehen. Die Textabschnitte auf jeder Seite sind kurz; sie umfassen wenige Sätze, sodass es auch da nicht zu kompliziert wird. So können auch jüngere Kinder die Konzentration halten.
Dann zur App: Diese lässt sich einfach und kostenlos für iOS und Android herunterladen. Man hält sein Smartphone oder Tablet für die Seiten und die Geschichte erwacht zum Leben. Man kann über den Bildschirm begrenzt mit den Illustrationen interagieren und/oder sich die Geschichte als Hörbuch vorlesen lassen.
Ich lüge nicht, wenn ich sage dass drei Generationen, auch die Großeltern, fasziniert vor dem Buch und dem Tablet saßen und still der Geschichte zugehört, sowie mit der Gratis-App Neues entdeckt haben. Gerade das hat mich fasziniert, die Familie zusammengebracht und uns eine schöne Viertelstunde beschert, in der nicht nur die Kinder auf ihre Kosten gekommen sind.

Danke an den Knesebeck-Verlag für dieses Rezensionsexemplar! (Dies hat meine Meinung nicht beeinflusst)

Samstag, 26. Mai 2018

[Rezension] Paddington im Zirkus von Michael Bond

 

Der Zirkus ist in der Stadt und Paddigton, sowie Familie Brown, sind natürlich mit von der Partie. Doch Paddington wäre nicht Paddington, wenn der Abend nicht anders laufen würde als geplant. Als er einem Trapezkünstler helfen möchte, der an einem Seil kopfüber von der Decke hängt, wird der Bär bald schon selbst zur Zirkusnummer des Abends.
 
 
 
Ich bin ein großer Fan von Paddington und seinen Geschichten und so ist es auch bei diesem Buch. Der quirlige Bär erlebt ein neues Abenteuer, diesmal mit Familie Brown im Zirkus und Klein und Groß können daran teilhaben. Die Illustrationen von R.W. Alley sind wie immer sehr liebevoll und gut ausgearbeitet. Mit seinem Stil können auch ältere Kinder etwas anfangen, was diese Bücher fast schon zeitlos macht. Es gibt ganzseitige, halbseitige und kleine Illustrationen auf den Seiten, auf denen man beim Vorlesen Neues entdecken kann. Die Texte dazu sind niedlich und verständlich, sodass man auch von kleineren Lesern beim Vorlesen Aufmerksamkeit bekommen kann.
Besonders aufgefallen ist mir bei diesem Buch die Größe, denn diese ist genau richtig: Groß genug, damit das Kind mit hineinschauen und die Bilder betrachten kann, aber nicht so groß, dass es für den Vorleser unhandlich wird.
Auf der letzten Seite endet die Geschichte damit, dass Paddington schlafen geht, sodass dies ein guter Abschluss bildet, wenn man Kindern vor dem Schlafengehen etwas vorliest. So merken sie, dass die Geschichte für heute geendet hat und auch sie nun schlafen sollen.
Meine Patenkinder von 2,5 und 7 Jahren und ich haben die Geschichte sehr genossen und freuen uns bald wieder mit dem liebeswürdigen Paddington Abenteuer zu erleben.
 
 
 
Danke an den Knesebeck-Verlag für dieses Rezensionsexemplar! (Dies hat meine Meinung nicht beeinflusst)