Montag, 4. April 2022

[Rezension] Kommissar Pfote: Ein haariger Fall - Katja Reider und Dirk Hennig

Hunde sind mehr als nur Haustiere, vor allem wenn es um Pepper geht, denn er wird auch Kommissar Pfote genannt. Er ist Polizeihund und löst jeden Fall ganz sicher. So auch hoffentlich diesen: Bei einer Katzen-Ausstellung verschwindet eine wertvolle Katze. Der Verdacht: Sie wurde gestohlen! Katzen sind zwar nicht wirklich Peppers Spezialgebiet aber natürlich nimmt er sofort die Fährte auf, die zu einer Tierschutzorganisation führt... Kann Pepper den wirklichen Katzendieb stellen?

Dies ist der vierte Fall für Kommissar Pfote und damit der Kinder-Krimi-Reihe, die spannende Fälle aus der Sicht des Polizeihundes erzählt. Das Buch wird ab sechs Jahren empfohlen und eignet sich gut zum Vorlesen, aber auch super für Erstleser, denn die Kapitel sind übersichtlich, die Schrift groß. Die Fälle sind spannend gewählt für Mädchen und Jungen gleichermaßen, die mit einem Polizeihund auf Spurensuche gehen. Dies wird auch durch die Quizfragen auf Antolin und die Rätselfrage gegen Ende des Buches unterstützt, auf die es im Buch auch die Antwort gibt. So können die jungen Leser mit raten, wie Pepper auf die Lösung des Falls gekommen ist.

Pepper ist ein spitze Protagonist der aus Hundesicht witzig aber auch spannend der Verfolgung der verschwundenen Katze nachgeht, auch wenn er als Hund mit Katzen eventuell gar nicht so viel am Hut hat. Für Kinder ist er natürlich toll, gerade wenn man das Thema Hunde mit dem Thema Polizei verbindet.

Die Bände lassen sich ohne Probleme einzeln lesen, sodass man nicht unbedingt die Vorgänger gelesen haben muss, da diese Reihe aber für gute Laune sorgt, bin ich sicher, dass es sich lohnt alle Bücher davon zu lesen, egal in welcher Reihenfolge.

Zudem sind die Illustrationen sehr süß und passend für Erstleser ausgelegt, sodass den Leseanfängern für die aufkeimende Leseleidenschaft nichts im Weg stehen sollte.

Sonntag, 20. Februar 2022

[Rezension] Bald ist alles wieder gut von Katja Reider

Der kleine Fuchs ist hingefallen und hat sich dabei wehgetan. Er weint und muss nun getröstet werden. Die anderen Waldbewohner sind ganz schnell zur Stelle und wissen was sie tun: Der kleine Fuchs wird in den Arm genommen, es wird ein Lied gesungen, er erhält ein Pflaster und auch sein Lieblingskuscheltier tröstet ihn. Mit so aufmerksamen Freunden geht es dem Fuchs natürlich ganz schnell wieder besser!




Es handelt sich bei "Bald ist alles wieder gut" um ein Buch, dass das Thema Trösten anspricht, allerdings eher für Kinder ab 1,5 Jahren. Auf jeder Seite des Pappbands gibt es Tipps zum Trösten, die für mich jedoch total offensichtlich und nichts mehr Neues waren. Man nimmt sein Kind auf den Arm, streicht ihm über den Rücken, holt ihm ein buntes Pflaster etc. Also nichts, was Eltern oder Familienangehörige nicht schon sowieso täten, wenn das Kind sich wehtut und getröstet werden muss. Das war für mich also ein Part, den ich nicht besonders gelungen fand.

Die Seiten sind wunderschön illustriert. Die Bilder sind groß, bunt und mit süßen Waldtieren ausgestattet, die gerade dem kleinen Fuchs helfen. Das bietet Sprechanlässe auch mit den Kleinsten, die sich ganz gespannt die Bilder anschauen können. Auf jeder Doppelseite gibt es zudem zwei- oder vierzeilige Reime, was passend ist für die Altersgruppe, die das Buch abdeckt.


Insgesamt ist das Buch sehr niedlich und klasse für kleinere Kinder, die sich an den tollen Bildern und kurzen Reimen freuen können und sich mit dem Thema identifizieren, denn es tut sich jeder doch einmal weh. Das Buch kann da auch gut als Ablenkung dienen.

Die Rituale zum Trösten fand ich da aber etwas fade, man kann sie aber natürlich auch weglassen oder anders nutzen.



Montag, 1. November 2021

[Rezension] Lumi Schneefuchs sucht das Wunderlicht - Katja Reider und Henrike Wilson

 


Lumi, der kleine Schneefuchs hat schon ganz oft Geschichten über die Polarlichter gehört und möchte sie unbedingt einmal selbst sehen. Auf dem Weg trifft er auf verschiedene Tiere, die ihm auf seiner Reise mit Futter, Unterschlupf und dem richtigen Weg helfen und die ihn dann begleiten. Das ist ein Glück, denn die Reise ist viel beschwerlicher als Lumi anfangs gedacht hätte. Sein Opa hat ihm außerdem von einem Wunder erzählt, das passieren soll, wenn Lumi die Polarlichter sieht. Und schnell merken die Freunde, dass das Wunder näher ist, als man denkt.


Lumi möchte in dieser Geschichte ein Wunder erleben und dafür muss man, wie er selbst sagt, wagemutig sein. Auf dem Weg ist er offen für andere und lädt so immer wieder weitere Tiere ein, sich anzuschließen. Sie helfen sich gegenseitig und halten zusammen, was den Weg zu den Polarlichtern schon zu etwas Besonderem macht. Dann erleben sie gemeinsam die tolle Erfahrung die Polarlichter zu sehen. Wenn es um das Wunder geht, das passieren soll, merken sie, dass die Freundschaft die sie geknüpft haben wohl das größte Wunder ist. Diese Botschaft ist gut aus der Geschichte herausgearbeitet, was mir gut gefallen hat.

Kinder können mit dem Buch nicht nur etwas über die Wichtigkeit von Freundschaft lernen, es gibt auch Anstoß dazu, verschiedene Tiere kennenzulernen, die einem vielleicht nicht täglich begegnen, wie ein Papageientaucher und ein Elch. Außerdem gibt das Buch Anreize dazu, weiteres über die Polarlichter zu erfahren.

Mit den großflächigen und einfach gehaltenen Bildern kann man die Geschichte gut verfolgen und wird nicht viel abgelenkt. Der Fokus liegt auch hier auf den befreundeten Tieren.


Fazit:

Lumi Schneefuchs sucht das Wunderlicht ist eine süße Geschichte über Freundschaft, bei der es einem Warm ums Herz wird.





Samstag, 7. August 2021

[Rezension] Fahr mit! Auf der Baustelle von Lena Heger


 Mitmachbücher bieten eine tolle Möglichkeit, Kinder noch aktiver am Vorlesen und Bücher-Anschauen teilhaben zu lassen, so auch bei diesem Buch. Auf jeder Doppelseite mit liebevoll und groß illustrierten Bildern werden Kinder ab 18 Monaten auf die Baustelle mitgenommen. Löffelbagger, Betonmischer, Kranausleger, Planierraupe und der Umzugswagen können mit dem Finger über die Seite geschoben werden. So erlebt man nicht nur spielerisch die Phasen eines Hausbaus, sondern bezieht auch die Feinmotorik der Finger mit ein. 

Die Textbausteine sind kurz gehalten und enden immer mit der Frage, ob man mithelfen und die Fahrzeuge bewegen möchte, was Kinder anregt, es auszuprobieren. Natürlich sind die Kleinen da direkt dabei und ganz neugierig.

Auf den einzelnen Seiten gibt es genug zu entdecken und was ich ganz besonders toll finde, dass sowohl auf der Baustelle, als auch als Führer mancher Fahrzeuge Frauen dargestellt sind. Das ist leider noch nicht in allen Kinderbüchern so und verdient traurigerweise meiner Meinung nach daher eine extra Erwähnung.

Für mich eine klare Empfehlung für dieses liebevoll durchdachte Mitmachbuch. Da haben auch die Jüngsten schon ihren Spaß damit!






Samstag, 31. Juli 2021

[Rezension] Gute Nacht, kleiner Bär! - Sylvia Tress und Carola Sieverding


Es ist Zeit zum Schlafengehen für den kleinen Bären. Natürlich müssen die Abendrituale vor dem Einschlafen eingehalten werden und so putzt sich der kleine Bär die Zähne, sucht seinen Teddy, trinkt ein Glas Wasser und bekommt von Mama Bär eine Geschichte vorgelesen.

Es handelt sich bei diesem süßen Exemplar um ein Mitmach-Buch, bei dem schon die Kleinsten ab 18 Monaten dem Bären auf jeder Seite bei seinem Abendritual helfen können. Es gibt jeweils eine Schlaufe, an der man ziehen kann und die das Bild auf der Seite und somit die Geschichte verändert.
Der Mechanismus ist sehr einfach und leicht zu bedienen, also auch für kleine Hände geeignet.


Liebevolle Bilder auf stabilen Pappseiten sind hier mit kurzen Texten ausgestattet. Das Buch hat eine gute Kürze für jüngere Kinder und wird sich bestimmt in einigen Kinderzimmern zum liebsten Einschlafbuch entwickeln.



Montag, 28. Juni 2021

[Rezension] Trudi traut sich von Katja Reider

 Trudi ist eine große Kuh und deswegen denken alle, dass Trudi vor nichts Angst hat. Ihre Freunde denken sich: Ist das toll, wenn man so groß und stark ist und dazu auch noch mutig. Dabei wissen die anderen Tiere nicht, wie es Trudi in Wahrheit geht: Sie hat Angst vor dem Gewitter im Wald, sie hat Angst beim Verstecken-Spielen und vor noch ganz vielen anderen Dingen. Ist es okay, Angst zu haben oder doch eher peinlich?


Ein wichtiges Thema für Kinder wird hier von der Autorin Katja Reider aufgegriffen. Wie kann man mit Ängsten umgehen? Ist es normal, Angst zu haben und kann man sich und seiner Umgebung das auch ohne Scham eingestehen?  Katja Reider hat das kindgerecht in eine Geschichte verpackt und zeigt Kindern ab 3 Jahren: Ja es ist vollkommen okay, Angst zu haben und nein, dass ist auch gar nicht schlimm! Und dabei erlebt Trudi auch noch, dass Freunde trotz deiner Schwächen zu dir halten und man gar nicht alleine stark sein muss.

Das Thema bietet für Kinder eine gute Basis für Gespräche darüber, denn jeder hat doch Ängste, egal ob erwachsen oder nicht.

Die Illustrationen bei dem Buch konnten mich persönlich nicht ganz überzeugen, sie sind zwar schön großflächig angelegt, aber nicht sehr detailreich, sodass ich beim Vorlesen im Kindergarten den Eindruck hatte, dass die Kinder schneller das Interesse verlieren. Auch die Texte sind etwas länger angelegt, was für die Kinder von vier Jahren zumindest in meinem Fall etwas anstrengend war. Sie konnten der Geschichte dann nicht mehr ganz so gut folgen. Zum Thema Angst habe ich da tatsächlich schon andere Bücher wie "Olga, die mutigste Kuh der Welt" und "der Löwe in mir" mit einer besseren Resonanz bei den Kindern gelesen.


Nichtsdestotrotz, kann man bei dem Thema und der Autorin eigentlich nie etwas falsch machen und ich lasse es definitiv auf weitere Vorleseversuche ankommen.




Sonntag, 16. Mai 2021

[Rezension] Schau, wie niedlich Tiere schlafen gehen - Frauke Weldin, Katja Reider



Das Buch "Schau, wie niedlich Tiere schlafen gehen" ist eine Gute-Nacht-Geschichte, bei der Kinder auch etwas lernen können. Auf jeder Seite wird eine andere Tierfamilie beim Einschlafen besucht und in Reimform erzählt, welche Rituale die Tierkinder beim Einschlafen haben. Die Otter legen sich beispielsweise mit dem Rücken auf das Wasser und halten sich aneinander fest, während sie schlafen, damit die Strömung sie nicht auseinandertreibt. Am Ende geht es dann zum Menschenkind selbst und man kann auf die Schlafgewohnheiten seines eigenen Kindes eingehen.

Das Buch besteht aus fester Pappe, bemalt mit sehr tollen Bildern der Tiere. Die Farben sind bunt und lebendig gehalten, die Seiten stabil und somit auch super zum selbst-umblättern für kleine Hände geeignet. Die Illustrationen sind absolut liebevoll gestaltet.

Die Zielgruppe sind laut Verlag 2-4-Jährige und da schließe ich mich an. Der Text ist in Reimen eher für jüngere Kinder gedacht.
Generell sind die Texte sehr niedlich und durch die Reime einfach rhythmisch vorzulesen, was bestimmt auch beim Einschlafen helfen kann. Manche Wörter die genutzt wurden sind aber noch schwer für jüngere Zuhörer, beispielsweise "Anverwandte", "Gefieder", "Silberglanz", "adrett". Das hat uns nicht gestört, ich finde es auch gut, Kinder mit Wörtern zu konfrontieren, die sie im Alltag nicht so oft hören, um ihren Wortschatz zu erweitern, kann aber das Verstehen des Textes stören.

Fazit: Absolute Kaufempfehlung, ich war begeistert.


Donnerstag, 6. Mai 2021

[Rezension] Lächeln gefunden von Sophie Schoenwald

 Der Bär ist aus dem Winterschlaf erwacht und hat plötzlich etwas im Gesicht, das seiner Meinung nach nicht ihm gehört. Im See spiegelt sich ein großes Lächeln. Da er sich nicht sicher ist, ob das Lächeln wirklich ihm gehört, hängt er im Wald Zettel auf "Lächeln gefunden". Während der Frühling um ihn herum erwacht ist, kommen nach und nach die Tiere des Waldes zu ihm, um herauszufinden, ob er ihnen ihr Lächeln zurückgeben kann. Am Ende ist jedenfalls klar, dass aus einem Lächeln ganz schnell mal viele Lächeln werden kann.


Die Aussage des Buch ist für mich auch der Grund, warum ich das Buch zum Lesen in der Kita ausgesucht habe, denn hier lernt man: Lächeln kann man verschenken oder verteilen und wenn man das tut, dann gibt es auf einmal viel mehr lächelnde Gesichter auf der Welt. Das ist eine Botschaft, die in einer eher misstrauischen Welt doch schön weitergetragen werden kann. Lächle und es wird zurück gelächelt.

Dieses Buch kann man also auch gut in der Kita als Projektbasis nehmen.

Bär und die anderen Waldtiere sind zauberhaft und kindgerecht illustriert, sodass die Kinder nicht visuell überfordert werden, aber genug zum Mitschauen haben.

Auch mit der Länge des Textes habe ich gute Erfahrungen gemacht, denn die Kinder ab ca. 4 Jahre konnten die Geschichte überwiegend sehr gut mitverfolgen.

Hin und wieder gibt es etwas schwierigere Wörter im Text, die Kinder vielleicht noch nicht verstehen, was allerdings dazu anregt, sich damit auseinanderzusetzen und den Sprachschatz so zu erweitern. Natürlich muss dann da auch ein Erwachsener sein, der diese erklärt.

Ich würde das Buch aber erst ab 4 Jahren empfehlen, jüngere Kinder könnten damit eventuell überfordert sein, sodass der Spaß verloren geht.


Fazit: Herzerwärmende Geschichte mit süßen Illustrationen und somit genau unser Fall!


Samstag, 13. März 2021

[Rezension] Die Osterhennen kommen! - Katja Reider

 


Ottilie ist dieses Jahr wirklich sauer: Die Hühner legen das ganze Jahr lang Eier und trotzdem bekommen den Dank nur die Osterhasen! Dabei würde Ottilie so gerne auch selbst einmal Ostereier bemalen. Dieses Jahr muss sich etwas ändern! Doch die Osterhasen denken da natürlich ganz anders darüber. Ottilie bleibt hartnäckig: Entweder, die Hennen werden am Bemalen und Verstecken der Eier beteiligt, oder Ostern muss dieses Jahr ausfallen!

Ich liebe Bücher von Katja Reider. Das Thema des Buches ist gleichzeitig süß und wertvoll, denn die Osterhennen legen das ganze Jahr über Eier, ohne Dank dafür zu erhalten oder bei den wirklich spaßigen Dingen mitmachen zu dürfen, beispielsweise beim Bemalen oder Verstecken der Ostereier. Diese mangelnde Wertschätzung wird von einer Henne, die sich endlich dagegen wehrt nicht mehr hingenommen und es beginnt eine Zusammenarbeit zwischen den Hennen und den Osterhasen.
Doch beide Seiten merken, dass ihre jeweilige Arbeit gar nicht so einfach ist, wie immer angenommen.
Die Aussage dieses Kinderbuches ist wirklich wertvoll: Man muss für seine Wünsche und Träume einstehen und auch wenn es Hürden gibt, muss man sich eben Alternativen suchen, damit es doch noch klappt.
Außerdem sollte man sich auch einmal in andere hineinversetzen, denn das Leben oder die Arbeit eines anderen ist nicht immer so leicht, wie es einem erscheint. Hand in Hand und mit den Ressourcen, die jeder einzelne mitbringt, lässt sich mehr erreichen als allein.

Mein einziger Kritikpunkt an dem Buch ist die Länge des Textes. Das Buch ist doch relativ lang und auch wenn die Geschichte und vor allem die wunderschönen Illustrationen viel zum Entdecken bereit halten, so ist es doch für drei- und vierjährige ein wenig zu ausgeschmückt. Man hätte es etwas kürzen können, damit die Aufmerksamkeit der Kinder besser beim Vorlesen erhalten bleibt. Ich bin mittlerweile nach mehrmaligem Lesen dazu übergegangen, beim Vorlesen die Geschichte etwas zusammenzufassen.

Zusammenfassend ist dieses Buch aber eine wirklich niedliche Geschichte mit Mehrwert und gerade jetzt zu Ostern ein schönes Geschenk.




Samstag, 13. Februar 2021

[Rezension] Dare to trust - April Dawson

 Inhalt:

Hayden Millard hat es vom gemobbten Pflegekind zum erfolgreichen Geschäftsmann mit geschafft. Ihm gehört ein großes Plattenlabel und die Probleme aus seiner Vergangenheit hat er abgestreift. Das denkt er zumindest so lange, bis er wieder auf Tori Lancaster trifft. Seinen Jugendschwarm und die beliebte Mobberin aus seiner Highschool. Doch mittlerweile erkennt sie ihn nicht wieder und als er erfährt, dass sie einen Job brauch, zögert er nicht lange und stellt sie als seine Assistentin ein. Er will Rache für das, was sie ihm früher angetan hat. Doch Tori hat sich verändert.



Meine Meinung:

Die Klappentexte von April Dawson machen mich immer neugierig. Bisher habe ich ein paar Bücher von ihr gelesen, war aber nie wirklich begeistert, fand sie sogar mittelmäßig. Und doch schaffen es die Leseproben und die Klappentexte, dass ich es immer wieder versuche, so auch hier.

In den ersten Kapiteln war ich noch total dabei. Die beiden Charaktere mag ich, auch wenn Hayden immer wieder versucht Rache zu üben. Man merkt als Leser schnell, dass das eigentlich gar nicht seine Art ist und er oft schnell aufgibt, wirklich eklig zu Tori zu sein. Tor hingegen kämpft sich mittlerweile durch ihre selbst ausgewählte Einsamkeit, versucht sich über Wasser zu halten und wahrt so ihre Stärke. Man hat allerdings auch Mitleid mit ihr, denn sie hat es wirklich nicht gerade leicht und hinter ihrer Familiengeschichte steckt fast schon die Geschichte von "Aschenputtel". Irgendwann ab der Mitte des Buches war ich dann aber nicht mehr so begeistert. Die beiden nähern sich an, die Gefühle waren für mich allerdings nicht ganz so greifbar, wie ich es mir gewünscht hätte. Für meinen Kopf war alles ok, ich konnte es nachvollziehen, dass die beiden sich langsam kennenlernen und was das alles nach sich zieht, aber mein Herz hat das nicht gefühlt.

Die Nebencharaktere und deren Geschichten kamen viel zu kurz und hätten viel mehr Platz verdient. Allein schon deswegen, weil sie mich neugierig auf ihre Geschichten gemacht haben. Wahrscheinlich kommen einige von ihnen in weiteren Teilen vor, aber ich hatte das Gefühl, sie sollen nur kleine Statisten sein, weil eben Nebencharakter vorkommen müssen.

Zudem gibt es wenig über Haydens und Toris Vergangenheit. Man weiß das Gröbste, das in Gesprächen zwischen den Charakteren kurz angerissen wird, aber das wirklich Interessante, vielleicht auch Flashbacks zu einschneidenden Erlebnissen gibt es nicht. Auch da wäre ich neugierig auf viel mehr gewesen.

Trotzdem konnte ich der Geschichte sehr gut folgen, ich war im Lesefluss. Die Autorin hat einen angenehmen Schreibstil und kann den Zusammenhalt zwischen den Nebencharakteren sehr gut skizzieren. Es ist zwar insgesamt nichts, das wirklich länger hängenbleibt, aber ganz gut für Zwischendurch.

Fazit:

Ganz nett, eine Geschichte zum Abschalten und Wohlfühlen, hinterlässt jedoch keinen Eindruck und muss ich auch nicht noch einmal lesen.

Samstag, 6. Februar 2021

[Rezension] Rosalie und Trüffelchen - Katja Reider, Jutta Bücker

 


Inhalt:
Rosalie und Trüffelchen sind beide zurückhaltend und sensibel. Neue Situationen machen ihnen ein bisschen Angst, sie fühlen sich unter Fremden unwohl und passen nicht so recht in die Rolle, die für sie vorgesehen ist. Doch als sie sich dann das erste Mal begegnen, passt es einfach perfekt! Und schon sind sie Freunde fürs Leben.

Meine Meinung:
Rosalie und Trüffelchen ist ein außergewöhnliches Buch, da man es von beiden Seiten aus lesen kann. Entweder beginnt Trüffels Geschichte, oder Rosalies. Auf jeden Fall treffen die beiden in der Mitte aufeinander und das Buch muss gewendet werden. Das Cover ist dieser Wendetechnik angepasst, sodass die Kinder sich leicht aussuchen können, mit welchem der beiden Freunde sie zu lesen anfangen wollen.
Ich habe das Buch mit Kindern ab drei im Kindergarten gelesen und sie haben allesamt gebannt zugehört. Die großen, schön illustrierten Bilder machen es einfach, dass auch mehrere Kinder mit schauen können. Für Kinder unter drei ist dieses Buch eher nichts, dafür ist die Geschichte zu lang und die Seiten zu groß.
Dadurch, dass man das Buch in der Mitte umdrehen muss und man es von beiden Seiten aus beginnen kann (es also nicht wirklich ein "hinten" und "vorne" gibt), wird die Aufmerksamkeit der kleinen Zuhörer wieder frisch auf die Geschichte gerichtet. Den Kindern, denen ich es vorgelesen habe, hat das sehr viel Spaß gemacht.
Außerdem ist auch die Geschichte sehr putzig und lässt sich auch gut mit Kindern besprechen, immerhin fühlt sich jeder mal unwohl und hat Angst vor gewissen Situationen.
Allerdings muss ich auch sagen, dass man die Geschichte wohl nicht für sich selbst sprechen lassen sollte, denn Rosalie ist schon sehr ängstlich. Damit suggeriert das Buch möglicherweise, dass man sich vor neuen Situationen ängstigen muss, oder dass man unbedingt immer Gesellschaft braucht, um sich eben dieser Angst entgegenzustellen. Redet man aber nach dem Vorlesen mit den Kindern über diese Dinge, dann dürfte das eigentlich kein Problem sein.

Fazit:
Ein zuckersüßes Kinderbuch mit kleinen Schwächen, das durch seinen Aufbau die Aufmerksamkeit von Kindern bannt.




Freitag, 23. Oktober 2020

[Rezension] Pike: Er wird sich rächen - T.M. Frazier

 Inhalt:

Pike ist ein harter Verbrecher, er führt Drogengeschäfte, Bandenkriege und verteidigt seine Leute wortwörtlich bis aufs Blut. Dabei brauch er keine Ablenkungen, schon gar nicht von einer unschuldigen jungen Frau, die plötzlich in sein Leben kommt und alles auf den Kopf stellt. Sie gefährdet seinen größten Deal und somit seine Existenz, doch er kann sich nicht von ihr fernhalten. Und als er dann auch noch herausfindet, dass er Mickey als Druckmittel für seine Rache an seinem größten Feind einsetzen könnte, steht er vor der Wahl: Will er Mickey ausliefern oder beschützen?




Meine Meinung:

Obwohl ich dieses Buch an einem Tag durchgelesen habe, fällt es mir schwer, mich zu entscheiden, ob ich es mag oder nicht. Auf der einen Seite ließ es sich gut lesen, es war mehr oder weniger leichte Kost und man muss nicht viel nachdenken, da die Geschichte dahinplätschert. Soweit nichts Neues zu diesem Genre. Es ist eben ein typisches "enemies to lovers"-Prinzip. Auf der anderen Seite ging mir die Entwicklung bei den beiden Protagonisten hier zu schnell. Pike ist ein Verbrecher und Mickey wird gegen ihren Willen von ihm festgehalten und doch verliebt sie sich natürlich ganz plötzlich in ihn und das nur, weil Freunde und Bekannte von Pike ihr erzählen, dass er eigentlich einen guten Kern hat (nein, das ist eigentlich kein Spoiler, da das ziemlich am Anfang der Story passiert und auch vorhersehbar ist). Das fand ich unglaubwürdig. Da hätte ich mir mehr Hinführung, mehr Entwicklung gewünscht.
Natürlich gibt es hier wieder das typische Element der Leidenschaft, das in dieser Beziehung ein großer Faktor ist. 
Und trotz meinen Kritikpunkten, überlege ich, mir den zweiten Teil, der bald erscheint zu holen und ihn zu lesen, denn das Buch endet mit einem Cliffhanger, der den Leser dazu bringt, zumindest über den zweiten Teil nachzudenken. Ich mag unfertige Geschichten nicht und werden wahrscheinlich weiterlesen.

Fazit:

Mittelmäßiger Dark-Romance-Band, der wahrscheinlich nicht überall auf positive Stimmen stößt. Wer über so manche Ecken und Kanten hinwegsehen kann, wird sich hier aber für kurze Zeit gut durchlesen können.

                                       

Donnerstag, 22. Oktober 2020

[Rezension] Tutanchamuns Geheimnis - Pocket Escape Book

 


Dieses Escape Book führt einen nach Ägypten. Man muss Hieroglyphen und Codes entschlüsseln, in diesem Buch gibt es aber weniger Rätsel als erwartet. Man liest (im Vergleich) relativ viel, was mich nicht gestört hat, weil ich sowieso gerne lese. Ein paar mehr Rätsel hätten es schon sein können, andererseits ist dies ja auch ein "Pocketbuch", das in 60 min gelöst werden soll. Man muss erst das Rätsel eines Kapitels gelöst haben, um ins nächste Kapitel zu kommen, was ich ganz gut fand, weil man bei diesem Buch dann nicht von einer Seite zu einer ganz anderen blättern muss, sondern einfach meist linear durchblättert.
Wie immer gibt es Hinweise, falls man nicht weiterkommt, diese sind aber begrenzt und irgendwann aufgebraucht.
Man muss diesmal zur Schere greifen und Seiten zerschneiden, was mir ja immer ein bisschen im Herzen wehtut, aber so ist das nun einmal öfter bei diesen Spielen.
Die Rätsel kann man allein, aber auch zu zweit lösen, wenn man möchte, man brauch hier also keine Mitspieler und kann sich einfach selbst beschäftigen.
Durch die kleine Größe passt es auch in jede Tasche und man kann sich eventuell auch die Zeit auf Reisen vertreiben, wenn es einem nicht zu umständlich ist, ausschneiden zu müssen.

Fazit:
Mir hat dieses Buch recht gut gefallen, vor allem, da es doch sehr romanartig war, nicht jedoch mit zu viel Text. Ich denke, ich werde mir noch andere Bücher der Reihe anschauen.






Sonntag, 27. September 2020

[Rezension] Theo liebt es bunt - Samuel Langley-Swain

 

Theo ist ein Wiesel, aber nicht so wie die anderen im Wald, denn er liebt es bunte und auffällige Kleidung zu tragen. Das gefällt seinen Nachbarn und Bekannten jedoch gar nicht, denn sie wollen, dass alle Wiesel gleich sind. Theo fällt unter den ganzen graubraunen Tieren viel zu sehr auf! Sie fordern: Weg mit den bunten Kleidern. Als Theo sich daraufhin nicht mehr wohlfühlt und den Wald verlässt, fragen sie sich jedoch: War es nicht Theo, der mit seiner Ausgefallenheit das Leben spannender gemacht hat?




Dieses Bilderbuch würde ich wirklich erst zum Vorlesen für Vier- oder Fünfjährige empfehlen, denn die Thematik, die hier behandelt wird, ist doch etwas, das Kinder erst begreifen können, wenn sie etwas älter sind. Theo ist anders als die anderen, denen das gar nicht gefällt. Sie sind gegen ihn und bringen ihn damit dazu, sich verändern zu wollen. Ich finde die Thematik auch schon im Kindesalter wichtig und finde gut, dass sich immer mehr Kinderbücher damit auseinandersetzen, das jeder individuell ist und das auch okay ist.
Ich habe das Buch mit Kindern in der Kita gelesen und dabei bemerkt, dass die unter 4-Jährigen noch etwas mit dem schwereren Thema "kämpfen", dafür die größeren sehr gerne zugehört haben.
Die Bilder sind nicht so quietschbunt, wie man es eventuell von anderen Bilderbüchern kennt, aber interessant und großflächig aufbereitet, sodass die Kinder beim Vorlesen schön mitschauen können. 
Bei den Wieseln werden die Emotionen gut durch die Illustrationen eingefangen, was es Kindern leichter macht, sie nachzuvollziehen.
In der Mitte zieht sich die Geschichte ein wenig, man hätte sie hier vielleicht verkürzen können, damit die Konzentration nicht verloren geht, denn so manches anspruchsvollere Wort, das in einem Kinderwortschatz vielleicht noch nicht vorhanden ist, macht sich da sowieso schon bemerkbar.
Die Moral hinter der Geschichte wird auf der letzten Seite noch einmal explizit genannt, was ich super fand, da es da auch nochmal für Kleine deutlich wird, worauf das Buch hinauswill.

Fazit:
Alles in allem hat mir das Buch gut gefallen, vor allem die Thematik hat mich sehr angesprochen.


Danke an den Knesebeck-Verlag für dieses Rezensionsexemplar!

Samstag, 22. August 2020

[Rezension] Das kleine Nickerchen - Katja Reider und Sabine Straub


Das kleine Nickerchen dreht jeden Abend ähnlich wie das Sandmännchen seine Runden bei Groß und Klein und bringt den Schlaf zu ihnen. Manche Tierkinder beginnen zu streiten, wenn sie müde sind, manche sind aufgedreht und wieder andere können ohne ihr Kuscheltuch nicht einschlafen. Das kleine Nickerchen hat also viel zu tun, bevor am Ende alle zufrieden einschlafen können.

Schon der Einband vorne ist super süß gestaltet. Das kleine Nickerchen, das auf seiner Traumwolke liegt und schläft ist vom Rest des Covers abgesetzt und die Kinder, mit denen ich das Buch gelesen habe mochten es, mit den Fingern die Umrisse nachzufahren.

Die Illustrationen im Inneren des Buches stehen dem um nichts nach, auch ich als Erwachsener fand sie sehr schön anzusehen. Man schaut sich das Buch einfach gerne an, weil die Bilder so niedlich sind. Sie sind kindgerecht, detailgetreu aber nicht überladen, also gibt es neben der Geschichte zum Hören auch genug zu Sehen.

Das kleine Nickerchen besucht verschiedene Tierfamilien und hilft ihnen beim Einschlafen, denn jeder hat seine eigenen kleinen Problemchen, bevor er ins Bett gehen kann. Genauso wie bei den Menschen eben ;-).

Somit hilft die Geschichte den Kindern beim Entspannen, zeigt auf, dass auch andere nicht direkt einschlafen können und ist auch super für Fans vom Sandmännchen geeignet, schließlich macht das Nickerchen denselben Job.


Fazit:

Eine süße Einschlafgeschichte mit perfekter Länge für Kinder ab 2 Jahren, die Begeisterung hervorruft.



Samstag, 1. August 2020

[Rezension] Echo Lake: Liebe findet ihren Weg - Maggie McGinnis



Inhalt:
Statt wie geplant ihren Sommerurlaub am Strand zu verbringen wird Gabriela dazu verdonnert, ihre Schülerinnen in ein Sommercamp zu begleiten. Dies soll als Bestrafung dienen, dass sie Mist gebaut haben, allerdings fühl sich Gabriela mehr bestraft. Das Ferienlager unterscheidet sich nämlich sehr von der Privatschule von der die fünf kommen: kein fließendes Wasser, keine richtige Unterkunft und Tiere, vor denen man sich in Acht nehmen muss. Der Camp-Leiter Luke ist zudem auch etwas mürrisch, als er die vermeintlich verwöhnten Besucher beherbergen muss. Dabei entpuppt sich die Lehrerin als jünger und attraktiver als gedacht...

Meine Meinung:
Von Beginn an kam ich super in die Geschichte hinein und konnte ab da praktisch nicht mehr aufhören zu lesen, sodass die Kapitel nur so vorbei flogen.  Die Autorin hat einen Schreibstil, der es einem leicht macht, zu lesen und das wird noch durch die Charaktere unterstützt. Gabi, die Protagonistin, muss man einfach ins Herz schließen. Sie hat ein schweres Los gezogen, denn sie muss vier verwöhnte und in ihrem Verhalten nicht gerade einfache Teenager zu ihrer Strafe an einen abgelegenen See begleiten, wo es ein Camp gibt, dass etwas heruntergekommen ist. Sie hat trotz dieser Situation viel Geduld mit den Mädchen, und das obwohl sich diese teilweise unmöglich verhalten. Auch wenn Luke auf der anderen Seite den anderen voreingenommen gegenübertretet, weiß man sofort, dass er einen netten Kern hat und ihm sehr viel am Camp liegt.
Die Autorin schreibt mit Humor und vor allem die Schlagabtausche zwischen den beiden Protagonisten sind einfach nur zum Schmunzeln. Mir wurde nicht langweilig beim Lesen und das obwohl es keinen übertriebenen Spannungsbogen gab, was die Handlung anging. Ganz ohne ein paar übliche Motive, die in Liebesromanen vorkommen, kam das Buch aber dann doch nicht aus, das hat aber nicht gestört, da der Rest eben gepasst hat.

Fazit:
Ein Roman, der ohne viel Herzschmerz-Drama und übertriebene Klischees unterhaltsame Lesestunden bereitet. Perfekt auch für die Urlaubszeit.


Samstag, 6. Juni 2020

[Rezension] Marked Men - Jay Crownover



Inhalt: 
Saint hat das erreicht, was sie immer wollte: Sie ist eine gute Krankenschwester und hilft ihren Patienten, lässt sich aber nicht tiefer auf andere Menschen außerhalb ihrer engen Familie ein. Dann begegnet sie Nash, der sie in der Highschool sehr verletzt hat. Sie weiß nicht, ob sie ihm das je verzeihen kann, denn das hat ihr Leben geprägt. Nash hingegen braucht zur Zeit jede Unterstützung, die er bekommen kann. Als er erfährt, was Saint über ihre gemeinsame Vergangenheit erfährt, hofft er auf eine zweite Chance und dass Saint ihm verzeihen kann.

Meine Meinung:
Dies ist der vierte Band einer Reihe, die unabhängig voneinander gelesen werden können und mit dem ein begonnen habe. Anfangs hatte ich es etwas schwer in die Geschichte hineinzukommen, da sie etwas ruckartig und schnell erzählt wurde. Manche Szenen sind sehr kurz gehalten und auch die damit einhergehenden Gefühle und Handlungen der Protagonisten kommen dann etwas plötzlich.
Das hat sich aber schnell wieder gelegt und danach konnte ich das Buch flüssig an zwei Tagen durchlesen, da es so kurzweilig war.
Was mir besonders gefallen hat, sind auch die Nebencharaktere, die alle zusammen mit ihren jeweiligen Eigenheiten und Ecken und Kanten eine nicht blutsverwandte Familie bilden. Das hat mich auch dazu animiert, mir die anderen Teile der Reihe anzuschauen, die jeweils eben diese Charaktere als Protagonisten behandeln.
Nash, um den es in dieser Geschichte geht, mochte ich, weil er gleichzeitig charakterstark, aber auch freundlich und ruhig war, egal, wie schlimm das Schicksal ihn gerade trifft. Er ist konstant und zuverlässig ein Buchcharakter, den man einfach mögen muss.
In Saint kann man sich gut hineinversetzen, vor allem, da sie mit sich selbst nicht immer im Reinen ist. Gegen Ende hin wurden mir ihre Komplexe und Gedanken dazu dann aber doch zu viel, denn sie fährt das ganze noch einmal zum Höchstlevel auf, was ich dann leid wurde.
Auch etwas Humor, war in der Geschichte vorhanden, sodass ich manchmal schmunzeln musste.

Fazit:
Ein ordentlicher Roman, der mich sehr gut unterhalten hat mit wichtigen Aussagen, die der Leser hautnah an der Geschichte miterlebt: Beurteile Menschen nicht nach ihrem Aussehen und liebe dich selbst so, wie du bist.

Dienstag, 12. Mai 2020

[Rezension] Escape Quest - Der Meisterdieb von Paris

Dieses Buch ist kein gewöhnliches zum Lesen, sondern ein Escapebook, mit dem man ein Abenteuer nachspielt und durch knobeln und richtigem Lösen von Rätseln auf die nächsten Seiten kommt.


Der Meisterdieb Arsène Lupin sucht einen Schüler, um seine Fähigkeiten weiterzugeben. Er stellt jedoch eine Bedingung: es muss dir gelingen, die gut behüteten Juwelen der Familie Lechevalier zu stehlen.
Man muss zahlreiche Rätsel lösen, um sich auf den Diebstahl vorzubereiten und die nötigen Informationen dazu sammeln, aber du bist nicht der Einzige, der versucht, Lupins Schüler zu werden...

Das Buch hat eine gute Größe, dass auch mehrere Mitspieler (es kann auch nur einer sein) die Escape Quest lösen können, da es annähernd DIN A4-Größe hat. So sieht man gut die Bilder und Rätsel und kann das Buch auch gut herumreichen. Wir haben die Rätsel zu dritt gelöst und fanden die Illustrationen an sich schön ausgearbeitet und interessant. Wir haben 3,5 Stunden bis zum Ende gebraucht und sind erfahrene Exitgame-Spieler, die schon öfter auch schwierigere Rätsel gelöst haben.
Auch die Geschichte ist prinzipiell spannend und geeignet für so ein Abenteuer, leider waren die Rätsel es, die uns etwas im Stich gelassen haben. Es waren durchaus welche dabei, die gut durchdacht und lösbar waren und die man gerne gemacht hat. Bei anderen wiederum musste man sich selbst denken, dass man Seiten zerschneiden, auf eine vorherige Seite blättern oder gewisse Utensilien nutzen musste, ohne dass es entweder als Hinweis im Text oder generell auf der gerade zu lösenden Seite stand. Ja, am Anfang gibt es eine Seite mit Regeln, auf der steht, dass man Seiten beschriften, zerschneiden oder falten muss, dies wird dann aber nicht mehr beim betreffenden Rätsel auch nur mit versteckten Hinweisen erwähnt, wie soll man also wissen, dass man ausgerechnet auf der Seite das tun muss? Das hat uns beim Spielen leider dazu gezwungen, uns manchmal die Hinweise oder Lösungen auf der letzten Seite anzuschauen und uns zu fragen wie und wer da von selbst darauf kommt.

Insgesamt haben wir mit dem Buch also eine Achterbahn der Gefühle durchgemacht: Einmal stolz und froh, einmal total genervt wegen der Rätsel. Das hätte man definitiv mit wenigen Sätzen besser gestalten können, was zu weniger Frust bei uns geführt hätte.



Danke an Ullmann Medien für dieses Rezensionsexemplar!

Samstag, 18. April 2020

[Rezension] Ich packe in meinen Beutel... von Katja Reider

Das Känguru will einen Ausflug machen und packt dafür seine Tasche. Doch ist auch wirklich alles mit dabei, was so gebraucht wird? Seine Freunde kommen nach und nach dazu und packen immer wieder Neues in den Kängurubeutel ein.



Dieses Buch ist aufgebaut wie das allseits bekannte "Ich packe meinen Koffer und nehme mit..."-Spiel, bei dem man sich merken muss, was der Vorherige eingepackt hat. In Reimen wird die Geschichte erzählt, sodass man sich besser merken kann, welche Dinge eingepackt wurden. So können die Kinder mitsprechen und mit etwas Übung und in einem gewissen Alter aufsagen, was als letztes in den Kängurubeutel gelegt wurde.
Die stabilen und recht dicken Buchseiten sind bunt und großflächig illustriert, was für Kleinere Zuhörer super zum mitgucken ist. Das Buch ist laut Verlag für Kinder ab 30 Monaten geeignet und kann auch von kleinen Händen umgeblättert werden, weil die Seiten so schön dick sind.
Es würde sich außerdem abwischen lassen, weil die Seiten beschichtet sind.
Die Geschichte ist denkbar einfach, da immer mehr tierische Freunde des Kängurus Dinge einpacken, die für sie nicht fehlen dürfen bei ihrem Ausflug, die Reime, die niedlichen Illustrationen und das Konzept des Buches bringen mich aber sogar als Erwachsene zum Schmunzeln.
Manchmal ist weniger eben mehr.

Fazit:
Ein Schönes Buch zum Vorlesen, das kleinere Kinder nicht zu sehr beansprucht und größere herausfordert, indem man gleichzeitig ein Spiel daraus machen kann, dass sie den "Koffer" mitpacken und sich merken, was drin ist.


Dienstag, 4. Februar 2020

[Rezension] Wohlfühlgewicht - Dr. med. Mareike Awe


Jojo-Effekt, Heißhunger und Kalorienzählen, das sind oft Dinge die man mit Diäten in Verbindung bringt, so auch die Autorin Dr. med. Mareike Awe. Das bringt oft Frust mit sich und man verfällt in einen Teufelskreis, den man dann wortwörtlich am eigenen Körper erfährt.
Intuitiv essen und mentales Training haben der Dr. Awe geholfen, ihr eigenes Wohlfühlgewicht zu erreichen, ganz ohne Diätzwang. Dieses Buch soll den Lesern dabei helfen, dasselbe zu erreichen, indem ihr Blick nach innen gerichtet wird und sie lernen, auf ihren eigenen Körper zu hören.

Der Ansatz, ein gesundes Körpergefühl zu entwickeln, indem man lernt, auf seinen Körper zu hören, hat mich sofort interessiert. Und da hält das Buch auch was es verspricht: Man bekommt nicht die neueste Diät serviert, die gerade modern geworden ist und mit der man vermeintlich die meisten Kilos in kürzester Zeit verliert. Das Buch bringt einen viel eher dazu, sein (Ess-) Verhalten zu überdenken, sodass einem Muster bewusst werden, um die man vorher vielleicht schon wusste, um die man sich aber nie weiterführende Gedanken gemacht hat.
So habe ich mich in den ersten Seiten, der Einleitung sogar, wiedererkannt und konnte schon zwei Punkte in meinem Verhalten ändern, da sie mir durch das Lesen erst richtig ins Bewusstsein gebracht wurden.
Ein Pluspunkt ist dabei, dass der Text verständlich und nicht explizit wissenschaftlich geschrieben ist, sodass man mit jedem Bildungsstand versteht, was die Autorin erklären möchte. Hierbei schreibt sie auch immer mal wieder Passagen aus ihrer Sicht, in denen man sich wiedererkennen kann, denn sie hat selbst durch intuitives Essen ihr Wohlfühlgewicht erreicht und teilt den vorherigen Frust, die Scham und ihr negatives Körperbild mit dem Leser. Das zeigt einem wieder, dass man nicht alleine ist, wenn man sich Gedanken um Gewicht und Aussehen macht.
Zudem finde ich es erfrischend, mal von einem "Abnehmen" (es funktioniert auch fürs Zunehmen) zu hören, dass  nicht an gewisse Zahlen auf der Waage oder ungesunde Vorbilder aus den Medien gekoppelt ist, sodass von Anfang an klar ist: Jeder Mensch hat sein individuelles Wohlfühlgewicht, seine eigenen Auslöser für ungesundes Essverhalten und vor allem sein eigenes Tempo dieses zu erreichen. 
Mir hat das Buch sehr geholfen meine Denkweise umzustellen und auf Dinge aufmerksam zu werden, die mir nicht richtig bewusst waren, sodass ich sensibler dabei geworden bin, auf meinen Körper zu hören.

Etwas bemängeln muss ich nur die mehrfachen Wiederholungen der elementaren Gedanken intuitiven Essens. Natürlich verfestigt sich so alles im Kopf, mich hat es aber etwas gestört, öfter mal dasselbe zu lesen, was schon an anderer Stelle ausgeführt wurde.
Und ja, es wird auch mal auf die Website oder das zugehörige kostenpflichtige Programm der Autorin verwiesen, aber wer nicht möchte, muss das "Produkt"unabhängig vom Buch ja nicht kaufen.

Fazit:
Ein Buch, dass ich auf jeden Fall entweder als Einstieg in die Materie oder für diejenigen empfehlen kann, die es leid sind von der hundertsten Diät zu hören, aber trotzdem auf gesunde Weise ihr Wohlfühlgewicht erreichen wollen.